Das Reformhaus-Fachlexikon
Informationen zu Ernährung, Heilpflanzen, Naturheilkunde und Vitalstoffen. Nachschlagewerk mit über 690 Stichworten auf mehr als 2250 SeitenAnatomie der Bauchspeicheldrüse:
Anatomisch unterschieden werden der Pankreaskopf, der Pankreaskörper und der Pankreasschwanz. Der Ausführungsgang (Ductus pancreaticus) durchzieht das Organ in seiner ganzen Länge und mündet zusammen mit dem Ausführungsgang der Gallenwege (Ductus choledochus) in den Zwölffingerdarm (Duodenum).
Die Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse sind Zellverbände mit einem Durchmesser von 75 500 µm, die verstreut wie Inseln in der Bauchspeicheldrüse liegen. Sie wurden 1869 von Paul Langerhans, einem deutschen Pathologen, entdeckt und nach ihm benannt. Zusammen werden sie als Inselorgan bezeichnet, um ihre eigenständige Funktion zu betonen. Ein Großteil der Inselzellen wird von den B-Zellen ausgemacht, die Am 27. Juli 1921, gelang es dem kanadischen Orthopäden Frederick Grant Banting zusammen mit dem Studenten Charles Herbert Best erstmals, das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu gewinnen.
1922 wurde in Amerika dann das erste mal die Wirkung von Insulin am Menschen getestet. Insulin herstellen. Die A-Zellen produzieren den Gegenspieler von Insulin, das Glucagon. Weiter werden unterschieden D- und F-Zellen.
Physiologie der Bauchspeicheldrüse:
Exkretorische Funktion:
Pro Tag produziert die Bauchspeicheldrüse 1 1,5 l Pankreassaft, in dem u.a. die Verdauungsenzyme enthalten sind. Aufgrund des hohen Hydrogencarbonatgehalts liegt der pH-Wert mit 8,0 8,4 im alkalischen Bereich. Zusammen mit den ebenfalls alkalischen Sekreten Galle und Darmsaft neutralisiert er den sauren Magensaft. Dadurch wird ein günstiges Milieu für die Enzyme (alter Begriff: Fermente) sind hochaktive Eiweißstoffe, die biochemische Reaktionen stark beschleunigen oder erst ermöglichen. Auf diese Weise regulieren sie viele Stoffwechselvorgänge. Zusammen mit Vitaminen und Hormonen werden sie häufig auch als Wirkstoffe bezeichnet.Enzyme des Pankreassaftes geschaffen.
Gesteuert wird die Ausschüttung über verschiedene Prozesse. Unterschieden werden die kephalische Sekretionsphase, die gastrische Phase und die intestinale Phase.
Die kephalische Phase ist geprägt von Impulsen des Nervensystems wie z.B. Geruchs- und Geschmacksreize. Auch der bloße Anblick von Speisen kann reflektorisch eine Sekretion von Pankreassaft auslösen.
Die anschließende gastrische Phase beginnt, wenn der Nahrungsbrei in den Magen gelangt. Auslöser sind Dehnungsreize und andere lokale Reflexe sowie die im Magen und Darm freigesetzten Hormone Cholecystokinin, Gastrin und Sekretin.
Kommt Mageninhalt in den Zwölffingerdarm, beginnt die intestinale Phase mit der weiteren Ausschüttung von Pankreassaft.
Inkretorische Funktion:
In den B-Zellen wird das Am 27. Juli 1921, gelang es dem kanadischen Orthopäden Frederick Grant Banting zusammen mit dem Studenten Charles Herbert Best erstmals, das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu gewinnen.
1922 wurde in Amerika dann das erste mal die Wirkung von Insulin am Menschen getestet. Insulin über verschiedene Vorstufen (Prae-Proinsulin, Proinsulin) gebildet und in Vesikeln gespeichert. Ausgelöst wird die Insulinausschüttung über einen erhöhten intrazellulären Calciumeinstrom, der wiederum durch einen Anstieg des Blutglucosespiegels verursacht wird. Auch eine Erhöhung der Konzentration an freien Fett- und Aminosäuren löst eine Insulinausschüttung aus.
Das Ausmaß der Insulinfreisetzung wird durch Einflüsse des vegetativen Nervensystems beeinflusst.
Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse:
Der Bauchspeichel enthält die Verdauungsenzyme für alle Energie liefernden Nährstoffe, also Eiweiß spaltende, Fett gehört neben Eiweiß und Kohlenhydraten zu den energieliefernden Hauptnährstoffen. Grundbaustein der Fette sind die Fettsäuren eine Kohlenstoffkette, die mit Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) bestückt ist.Fett spaltende und Kohlenhydrat spaltende Enzyme (alter Begriff: Fermente) sind hochaktive Eiweißstoffe, die biochemische Reaktionen stark beschleunigen oder erst ermöglichen. Auf diese Weise regulieren sie viele Stoffwechselvorgänge. Zusammen mit Vitaminen und Hormonen werden sie häufig auch als Wirkstoffe bezeichnet.Enzyme. Beim Fehlen anderer Verdauungsenzyme würden diese ausreichen, die aufgenommene Nahrung zu verdauen.
Das Kohlenhydrat spaltende Enzym alpha-Amylase liegt im Pankreassaft bereits in aktiver Form vor.
Die Eiweiß spaltenden Enzyme (alter Begriff: Fermente) sind hochaktive Eiweißstoffe, die biochemische Reaktionen stark beschleunigen oder erst ermöglichen. Auf diese Weise regulieren sie viele Stoffwechselvorgänge. Zusammen mit Vitaminen und Hormonen werden sie häufig auch als Wirkstoffe bezeichnet.Enzyme Carboxypeptidasen, Chymotrypsin und Trypsin werden als inaktive Vorstufen produziert und werden erst im Zwölffingerdarm aktiviert.
Zu den Fett gehört neben Eiweiß und Kohlenhydraten zu den energieliefernden Hauptnährstoffen. Grundbaustein der Fette sind die Fettsäuren eine Kohlenstoffkette, die mit Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H) bestückt ist.Fett spaltenden Enyzyme zählen Esterasen, Lipase und Phospholipase A. Die Pankreaslipase wird zwar in aktiver Form sezerniert, entfaltet ihre volle Wirkung erst zusammen mit den Gallensäuren.
Die Pankreasenzyme werden in den so genannten Azinuszellen gebildet und in deren Zymogengranula gespeichert. Nach dem Signal zur Entleerung setzt die Neubildung wieder ein.
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse:
Bedeutende Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse sind:
Betroffen ist im Wesentlichen die Verdauungsfunktion des Pankreas, in Mitleidenschaft gezogen werden, kann aber auch die inkretorische Funktion der Bauchspeicheldrüse, d.h. die Blutzuckerregulation.
Sie wird gestört, wenn chronische Entzündungen das Organ weitgehend zerstören. Es tritt dann eine Blutzuckererkrankung (Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes) auf, weil nicht mehr ausreichend funktionsfähige Inselzellen vorhanden sind, die das lebensnotwendige Am 27. Juli 1921, gelang es dem kanadischen Orthopäden Frederick Grant Banting zusammen mit dem Studenten Charles Herbert Best erstmals, das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu gewinnen.
1922 wurde in Amerika dann das erste mal die Wirkung von Insulin am Menschen getestet. Insulin produzieren.
Akute Pankreatitis:
Die akute Pankretitis ist eine plötzlich einsetzende, intravitale Selbstverdauung (Autodigestion), ausgelöst durch eine Aktivierung von inaktiven, gespeicherten Verdauungsenzymen (Zymogenen).
Wie es zu dieser Aktivierung mit anschließender Entzündungsreaktion kommt, ist unbekannt.
Neben der ödematösen Verlaufsform gibt es noch die gefährlichere hämorrhagisch-nekrotisierende Verlaufsform. Diese Verlaufsform ist nicht selten und bedarf einer Intensivdiäten sind Fasten- bzw. abgewandelte Fastenkuren. Ihr Ziel ist eine intensive Beeinflussung des Organismus im Sinne einer Entlastung der Verdauungsorgane, des Stoffwechsels und Kreislaufs und einer allgemeinen Entschlackung.Intensivtherapie in der Klinik. Liegt eine Gallenblasenerkrankung zugrunde, muss die Gallenblase entfernt werden.
Symptome sind ein heftiger Schmerz im Oberbauch sowie ein Blutdruckabfall und einem eventuell eintretendem Schock. Eine vorübergehende Darmlähmumg und eine diabetische Störung können auftreten.
Alkoholmissbrauch und Gallensteine sind die häufigsten Auslöser für die akute Pankretitis.
Ein Rückfluss von Gallenflüssigkeit oder von Verdauungssaft aus dem Zwölffingerdarm in die Bauchspeicheldrüse ist dabei oftmals ursächlich beteiligt.
Seltene Ursachen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung sind Medikamentennebenwirkungen oder andere Viruserkrankungen.
Diskutiert wird auch eine Beteiligung freier Radikale (oxidativer Stress), die durch einen Mangel an den antioxidativ wirkenden Vitaminen A, C, E, Carotin sowie an Selen gehört zu den essentiellen Spurenelementen. Der Selenbestand des Menschen beträgt ca. 10 - 15 mg. Noch vor 100 Jahren als höchst giftiger Stoff angesehen, gewinnt Selen heute als krank- heitsvorbeugendes Spurenelement immer größere Bedeutung.
Selen verstärkt gebildet werden. Eine Zufuhr dieser Radikalfänger ist möglicherweise sinnvoll.
Chronische Pankreatitis:
Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis) geht mit einem fortschreitenden Gewebeuntergang einher, der letztlich zur exokrinen und endokrinen Pankreasinsuffizienz (dauerhafte Leistungsschwäche des Organs) führt.
Eine Sonderform der chronischen Pankreatitis ist die besonders bei Kindern und Jugendlichen vorkommende tropische Variante. Bestimmte Inhaltsstoffe der Cassavafrucht sowie ein Proteinmangel werden als Auslöser diskutiert.
Symptome sind wie bei der akuten Pankreatitis der starke Schmerz im Oberbauch. Nimmt die Leistungsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse weiter ab, kommt es infolge einer Verdauungsschwäche (Maldigestion) zu Blähungen, Das Symptom Durchfall oder Diarrhoe (griech. dia = durch, rhein = fließen) umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von harmlosen funktionellen Störungen bis zu der auf komplexen Ursachen beruhenden chronischen Diarrhoe. Durchfall, Fettstühlen und Gewichtsabnahme bis hin zu einer hochgradigen Abmagerung, der pankreatogenen Kachexie.
Erst ab einer 80 %igen Zerstörung des Drüsengewebes kommt es zu den beschriebenen Malabsorptionssymptomen. Die Bauchspeicheldrüse besitzt eine große Reservekapazität bzgl. ihrer Verdaungsleistung.
Schreitet die chronische Entzündung weiter fort, wird auch die Blutzuckerregulation betroffen. Es kommt zu einer verminderten Am 27. Juli 1921, gelang es dem kanadischen Orthopäden Frederick Grant Banting zusammen mit dem Studenten Charles Herbert Best erstmals, das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu gewinnen.
Mit 70 80 % ist der chronische Alkoholmissbrauch der häufigste Auslöser der chronischen Pankreatitis. Eine tägliche Aufnahme von 50 g Alkohol ist die übliche Kurzbezeichnung für den "Genussalkohol" Äthylalkohol, der auch Äthanol oder Ethanol genannt wird. Chemisch ist Alkohol die Bezeichnung für bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen, bei denen Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) Wasserstoffatome ersetzen.Alkohol und mehr erhöht das Risiko stark.
Bauchspeicheldrüsenkrebs:
Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Fachsprache als Pankreaskarzinom bezeichnet kann überall in der Bauchspeicheldrüse entstehen. Er ist in der Bundesrepublik Deutschland eine relativ seltene Tumorerkrankung. Etwa 17 von 100.000 Menschen sind pro Jahr betroffen.
Als Todesursache rangiert das Pankreaskarzinom allerdings mit etwa 12.100 Verstorbenen im Jahr 2000 an 5. Stelle und ist damit ursächlich für etwa sechs Prozent aller Krebstodesfälle. Die meisten Betroffen erkranken im höheren Lebensalter: Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 68 und für Frauen bei 75 Jahren. Die Häufigkeit hat in den letzten 60 Jahren in den westlichen Industrienationen kontinuierlich zugenommen.
Bei weitem am häufigsten von Tumorerkrankungen betroffen ist der Kopfanteil der Bauchspeicheldrüse. Je nachdem, in welchem Gewebe der Tumor seinen Ursprung nimmt, unterscheidet man verschiedene Formen von Bauchspeicheldrüsenkrebs.
Über 95 Prozent der Bauchspeicheldrüsenkarzinome entstehen durch die bösartige Umwandlung von Zellen, welche die kleinen Ausführungsgänge des Speichel bildenden Drüsenanteils auskleiden (duktale exokrine Tumoren). Unter ihnen sind die so genannten Adenokarzinome am häufigsten: Sie machen etwa 80 bis 90 Prozent aller Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse aus. Seltener sind die Cystadenokarzinome, die ebenfalls aus den Gangzellen hervorgehen (ca. sechs Prozent aller Pankreaskarzinome), oder die acinären Tumoren, die von den Acini, den Enzym produzierenden Drüsenendstücken des Pankreasgangsystems, ausgehen.
Deutlich seltener sind die so genannten endokrinen Tumoren. Sie machen etwa fünf Prozent der Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse aus. Endokrine Tumoren können von den Hormon produzierenden Zellen der Langerhans-Inseln ausgehen, die verstreut innerhalb der Drüsenläppchen sitzen.
Ernährungsfaktoren, die als Auslöser für das Pankreaskarzinom in Frage kommen sind:
Darüber hinaus ergab eine Studie, dass Personen mit einer niedrigen Lycopin ist ein in verschiedenen Pflanzen vorkommender Farbstoff, der zur Gruppe der Carotine gehört. Lycopin aus der Tomate dient schon lange als natürlicher Lebensmittelfarbstoff. Neue wissen-schaftliche Studien belegen, dass Lycopin ähnlich wie beta-Carotin im Körper als Schutzstoff wirkt.
Lycopin- und Selenkonzentration im Blutserum ein besonders hohes Risiko für Pankreaskarzinome haben.
Auch Pestizide können karzinogen wirken. Eine höhere Erkrankungsrate fand sich bei Arbeitern und Bauern, die einen intensiven Kontakt mit Organochlorverbindungen hatten.
Ernährungsempfehlungen:
Zur Vorbeugung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse spielen der Alkohol- und Fettkonsum eine große Rolle. Daher sollte nicht jeden Tag Alkohol ist die übliche Kurzbezeichnung für den "Genussalkohol" Äthylalkohol, der auch Äthanol oder Ethanol genannt wird. Chemisch ist Alkohol die Bezeichnung für bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen, bei denen Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) Wasserstoffatome ersetzen.Alkohol konsumiert werden, um eine Gewöhnung zu vermeiden.
Männer sollten dauerhaft nicht mehr als maximal 50 g Alkohol (ca. 1 l Bier/ ½ l Die Gewinnung von Wein ist eine uralte kulturelle Errungenschaft. Vermutlich wurde vor 8000 Jahren im südlichen Kaukasus der erste Wein aus Wildreben bereitet. Die Zusammensetzung des Bodens beeinflusst die Inhaltsstoffe des Traubensaftes und damit auch Aroma und Geschmack des Weins.Wein) aufnehmen, bei Frauen liegt die Grenze bei 20 g Alkohol (ca. 400 ml Bier/ 200 ml Wein)!
Bei der Gemüse- und Obstzufuhr sollte die 5 am Tag Regel beachtet werden, d.h. pro Tag möglichst 2 Portionen Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte von mehrjährigen Pflanzen. Im Handel werden Kern-, Stein-, Beeren- und Schalenobst sowie Südfrüchte unterschieden. Üblich ist auch eine gesonderte Aufzählung der "Wildfrüchte".Obst sowie 3 Portionen Gemüse à ca. 100 g zu verzehren.
Bei schweren Fällen müssen Verdauungsenzyme in Form von Arzneimitteln eingenommen werden. Dies sollte ärztlich begleitet werden.
Literatur: