Das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen (Alkalien) im Körper ist von entscheidender Bedeutung für einen reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselvorgänge. Wissenschaftlich umstritten ist die Frage, inwieweit die Ernährung den Säure-Basen-Haushalt beeinflusst.
Chemisch-physiologische Grundlagen:
Zur Bestimmung des Säure-Basen-Gehaltes einer Lösung wird der pH-Wert ermittelt. Er gibt das Verhältnis von Säuren (in Form von positiv geladenen Wasserstoffionen = H+) zu Basen (in Form von Hydroxyl-Ionen = OH-) an. Ein pH-Wert von 7 zeigt eine neutrale Lösung an. Werte unter 7 zeigen ein zunehmend saures Milieu an, Werte über 7 ein zunehmend basisches. Die Messskala reicht von 0 bis 14.
In einem Organismus herrscht kein einheitlicher pH-Wert. Die Werte variieren entsprechend den Bedingungen, die in den verschiedenen Körperräumen und Organen anzutreffen sind. Der pH-Wert des Blutes weist z.B. normalerweise einen pH-Wert von 7,4 auf. Im Magen herrscht aufgrund der Ausschüttung von Salzsäure eine stark saure Umgebung (pH: 1,2 - 3,0). Der jeweilige pH-Wert ist wichtig für die Stoffwechselabläufe der Körperräume und Gewebe. Beispielsweise ist der saure pH-Wert des Magens notwendig für die Desinfektion des Speisebreies und für die Eiweißverdauung. Schon eine kleine Veränderung des Blut-pH-Wertes führt zu erheblichen Stoffwechselstörungen (Azidose/Alkalose). Die Molekülform der Proteine und damit eine normale Struktur der Zellbestandteile ist pH-abhängig. Auch die optimale Wirksamkeit der Enzyme (alter Begriff: Fermente) sind hochaktive Eiweißstoffe, die biochemische Reaktionen stark beschleunigen oder erst ermöglichen. Auf diese Weise regulieren sie viele Stoffwechselvorgänge. Zusammen mit Vitaminen und Hormonen werden sie häufig auch als Wirkstoffe bezeichnet.Enzyme ist an einen normalen pH-Wert gebunden. Insgesamt haben die pH-Werte des Blutes und der Körperflüssigkeiten Einfluss auf folgende Faktoren:
Beschaffenheit der Eiweißmoleküle
Struktur der Zellbestandteile
Durchlässigkeit von Membranen
Wirksamkeit von Enzymen und Hormonen
Verteilung der Elektrolyte
Struktur und Funktion des Bindegewebes (Grundgewebe,Grundsubstanz)
Regulation des Säure-Basen-Haushaltes:
Gründlich erforscht ist v.a. die Regulation des Blut-pH-Wertes. Er wird in engen Grenzen gehalten, um Stoffwechselentgleisungen zu verhindern. Blut-pH-Werte unter 7,0 und über 7,8 sind mit dem Leben nicht mehr vereinbar. Stoffe, die Säuren bzw. Basen neutralisieren können, werden Puffer genannt. Im Blut werden folgende Puffersysteme unterschieden:
Kohlensäure-Hydrogen-Karbonatpuffer
Hämoglobinpuffer
Phosphat- und Proteinpuffer.
Die Ausscheidung der sauren bzw. basischen Komponenten geschieht über die Lunge (in Form von Kohlendioxid) und über die Niere (in Form von Hydrogencarbonat). Da das Blut ein stark "gepuffertes System" ist - d.h.schon kleine Veränderungen des pH-Wertes werden sofort korrigiert -, ist der Einfluss der Ernährung auf den Blut-pH- Wert gering. Weitgehend unbekannt ist dagegen die Rolle des Bindegewebes bei der Regulation des Säure-Basen-Haushaltes.
Entstehung von Säuren und Basen im Stoffwechsel:
Beim Abbau der Nährstoffe in den Körperzellen entstehen Substanzen, die sauer, neutral oder alkalisch wirken. Sie beeinflussen die jeweiligen pH-Werte im Körper. Positiv geladene Wasserstoffionen (H+ Ionen) werden z.B. zugeführt in Form von Milchsäure, Ketonsäuren oder Schwefelsäure. Sogenannte fixe oder ausscheidungspflichtige Säuren entstehen beim Abbau schwefel- oder Phosphorhaltiger Verbindungen. Schwefel wird fast ausschließlich in Form der S-haltigen Aminosäuren Methionin und Cystein aufgenommen. Die nicht zum Eiweißaufbau verwerteten Mengen an diesen Aminosäuren werden im Stoffwechsel oxydiert, wobei Sulfat entsteht. Schwefel ist häufig Bestandteil der Eiweiße, Phosphor liegt im Organismus in Form von Phosphat vor, entweder als freies Phosphat oder gebunden als Baustein zahlreicher Verbindungen z.B. Lezithin, ATP u.a.). Der erwachsene Mensch hat durchschnittlich einen P-Bestand von rund 700 g, wovon 70 - 80 % im Skelett liegen.Phosphor istBestandteil vieler natürlicher Lebensmittel und wird in größerem Umfang in Form von Phosphaten als Zusatzstoff verwendet. Negativ geladene OH-Ionen (Hydroxylionen)werden z.B. zugeführt mit den Salzen schwacher Säuren bei vorwiegend pflanzlicher Ernährung.
Störungen im Säure-Basen-Gleichgewicht:
Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Blut: Steigt der Blut-pH-Wert über die obere Grenze der Norm (über 7,45), dann spricht man von Alkalose (erhöhte Basizität), fällt er unter die untere Grenze der Norm (7,35), kommt es zu einer Azidose (Säureüberschuss). Zusätzlich wird je nach der Ursache der Störung eine metabolische (= stoffwechselbedingte) Azidose (bzw.Alkalose) von einer respiratorischen (= atmungsbedingte)Azidose (bzw. Alkalose) unterschieden.
Ursachen einer metabolischen Azidose können u.a. sein:
Unvollständiger Fettabbau
Anaerober (in Abwesenheit von Sauerstoff) Abbau der Kohlenhydrate sind chemische Verbindungen aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O). Sie gehören zu den Hauptnährstoffen in der menschlichen Ernährung.Kohlenhydrate zu Milchsäure
Vermehrter Anfall von Phosphor- und Schwefelsäure im Stoffwechsel
Bikarbonat-Verlust durch die Nieren
Bikarbonat-Verlust bei Das Symptom Durchfall oder Diarrhoe (griech. dia = durch, rhein = fließen) umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von harmlosen funktionellen Störungen bis zu der auf komplexen Ursachen beruhenden chronischen Diarrhoe. Durchfall
Ursachen einer metabolischen Alkalose können u.a. sein:
Zufuhr von OH-Ionen z.B. in Form basischer Salze(Laktat, Zitrat)
Verlust von H+ Ionen durch Erbrechen oder bei Kaliummangel
Ursachen einer respiratorischen Azidose können u.a. sein:
Verminderung des funktionstüchtigen Lungengewebes (z.B. Tuberkulose)
Unzureichender Atemantrieb (z.B. bei Kinderlähmung, Schlafmittelvergiftung)
Einschränkung der Brustkorbbeweglichkeit (z.B. bei Wirbelsäulenverkrümmung)
Ursachen für eine respiratorische Alkalose können u.a. sein:
Hyperventilation (übermäßige Steigerung der Atmung) aus psychischen Gründen oder in größeren Höhen
Allen Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Blut wird mit einer Aktivierung der Puffersysteme und der Ausscheidungsprozesse für Säuren bzw. Basen entgegengesteuert (kompensiert).
Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes im Bindegewebe:
Vor allem in der Naturheilkunde wird die Bedeutung des Bindegewebes für den Säure-Basen-Haushalt des Körpers stark hervorgehoben. Eine Reihe von Krankheiten, wie z.B. vegetative Störungen (z.B. Migräne), rheumatische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht), Krankheiten des Verdauungstraktes u.a. werden mit einer "Übersäuerung" (Azidose) des Bindegewebes in Zusammenhang gebracht.
In der Literatur der naturheilkundlichen Medizin ist von vielen Autoren darauf verwiesen, dass chronischen Erkrankungen häufig latente (verborgene) Azidosen mit gesunkener "Basenreserve" vorauslaufen. Diese verborgene Übersäuerung soll darin begründet sein, dass sich überschüssige Säuren beim Transport von den Zellen zum Blut oder umgekehrtim Bindegewebe ablagern und dort zu Stoffwechselstörungen führen. Eine basenüberschüssige Ernährung wird von den Vertretern dieser Theorie für notwendig gehalten, um den Säureüberschuss im Bindegewebe abzubauen.
Ernährung und Säure-Basen-Haushalt:
Die Rolle der Ernährung für den Säure-Basen-Haushalt wird in der wissenschaftlichen Diskussion unterschiedlich bewertet. Aus "schulmedizinischer" Sicht wird die Bedeutung der Nahrungsmittel für den Säure-Basen-Haushalt gering eingeschätzt. Grundlage dieser Bewertung ist die Regulation des Blut-pH-Wertes, die in sehr engen Grenzen erfolgt.
Die Auswahl der Lebensmittel hat kaum einen Einfluss auf den Blut-pH-Wert. Schon kleine Abweichungen werden zudem sofort korrigiert (siehe auch Regulation des Säure-Basen- Haushaltes).
Demgegenüber wird die Rolle der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushalt in der Naturheilkunde und in mehreren so genannten alternativen Ernährungsformen stark hervorgehoben. Besonders eine Übersäuerung des Bindegewebes wird als Ursache für Stoffwechselstörungen und einer Reihe von Krankheiten angesehen.
Nach Anemueller zeigen sich folgende Zusammenhänge zwischen der Ernährung und dem Säure-Basen-Haushalt:
Im Stoffwechsel des Organismus treten Schwierigkeiten auf, wenn sich eine azidotische (übersäuerte) Stoffwechsellage entwickelt. Dies geschieht z.B. beim Als uralte Heilmethode wird Fasten schon seit der Antike von erfahrenen Fastenärzten empfohlen. Auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten, zur Entgiftung/Entschlackung, zur Umstimmung des Stoffwechsels, zum Abnehmen und aus religiösen und meditativen Motiven fasten Menschen. Fasten, bei Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, bei Purinstoffwechselstörungen und Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht, bei Herz-Kreislaufinsuffizienz (schwere Leistungsschwäche) und unter dem Einfluss fettreicher und extrem kohlen- hydratarmer Ernährungsformen (z.B. Atkins-Diät).
Ketosäuren oder Harnsäure, die beim Als uralte Heilmethode wird Fasten schon seit der Antike von erfahrenen Fastenärzten empfohlen. Auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten, zur Entgiftung/Entschlackung, zur Umstimmung des Stoffwechsels, zum Abnehmen und aus religiösen und meditativen Motiven fasten Menschen. Fasten, bei Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes oder bei Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht evtl. vermehrt sind, lassen sich über besteht. Aus der Erfahrungsmedizin ist bekannt, dass sich die Ausscheidung dieser Säuren durch eine basenüberschüssige Nahrung verbessern lässt.
Der Stoffwechsel wird beeinträchtigt, wenn vorübergehend eine Laktazidose durch übermäßige Bildung von Milchsäure (bei körperlicher Belastung oder Herz-Kreislaufinsuffizienz), durch übermäßige Aufnahme von D (-) -Milchsäure (= linksdrehende Milchsäure) aus der Nahrung erfolgt.
Vermutlich ist der Eiweißbedarf bei Niereninsuffizienz (schwerer Nierenerkrankung) ökonomischer zu decken, wenn eine basenüberschüssige Nahrung gegeben wird.
Vermutlich wird bei Diabetikern Am 27. Juli 1921, gelang es dem kanadischen Orthopäden Frederick Grant Banting zusammen mit dem Studenten Charles Herbert Best erstmals, das blutzuckersenkende Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse eines Hundes zu gewinnen.
1922 wurde in Amerika dann das erste mal die Wirkung von Insulin am Menschen getestet. Insulin rationeller verwertet, wenn die Ernährung reichlich basenbildende Valenzen aus Gemüse, Kartoffeln und Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte von mehrjährigen Pflanzen. Im Handel werden Kern-, Stein-, Beeren- und Schalenobst sowie Südfrüchte unterschieden. Üblich ist auch eine gesonderte Aufzählung der "Wildfrüchte".Obst enthält.
Vermutlich sind die Verluste an körpereigenem Eiweiß beim Heilfasten noch geringer zu halten, wenn basenüberschüssige Molke eingesetzt wird.
Vermutlich entsteht bei Krebskranken eine günstigere Stoffwechsellage, wenn deren "Basenreserven" durch eine basenüberschüssige Nahrung groß gehalten werden.
Eine übermäßige Aufnahme von Eiweiß (vorzüglich aus Fleisch) fördert eine azidotische Stoffwechsellage.
Eine basenüberschüssige, vegetabile Rohkost (nach M.Maximilian Oskar Bircher-Benner (1867-1939) war ein schweizer Arzt und Lebensreformer, der wesentlich zur Entwicklung der Vollwert-Ernährung beigetragen hat. Mit der von ihm entwickelten "Ordnungstherapie" stellte er sich außerhalb der damaligen Schulmedizin. Sein Heilungskonzept beruhte auf der Förderung der Lebenskraft und nicht, wie damals üblich, auf der Bekämpfung von Symptomen. Bircher-Benner) ist erfolgreich in der Ernährungstherapie von Purinstoffwechselstörungen, Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht oder rheumatischen Erkrankungen.
Vermutlich begünstigen azidotische Stoffwechsellagen sympathikotrope (ein Überwiegen des sympathischen Nervensystems) Zustände (evtl. auch Schmerzzustände).
Einfluss der Lebensmittel:
Zahlreiche Tabellen verschiedener Autoren geben einen Überblick über den Einfluss einzelner Lebensmittel auf den Säure-Basen-Haushalt. Die Lebensmittel bzw. Lebensmittelgruppen werden nach ihrer Wirkung (neutral, sauer, basisch)auf die Säure-Basen-Bilanz des Körpers unterschieden. Eine häufig angewendete Messmethode beruht auf Messungen des Urins. Hierbei wird ermittelt, welche Wirkung bestimmte Lebensmittel auf den Urin-pH-Wert haben. Als säurebildend werden danach diejenigen Lebensmittel bezeichnet, deren Verzehr eine Ansäuerung des Urins bewirkt;als basenbildend solche, deren Verzehr eine Alkalisierung hervorruft. Bei einer anderen Methode (nach Sander) wird der Gehalt an basenbildenden (Natrium gehört zu den Mineralstoffen. Es ist ein Mengenelement, der Bestand im menschlichen Körper beträgt etwa 100 g. Häufiges Problem ist die Überversorgung mit Natrium, die Bluthochdruck begünstigen kann.Natrium, Kalium gehört zu den Mineralstoffen. Es ist ein Mengenelement, der Bestand im menschlichen Körper beträgt etwa 140 g. Rund 90 % des Kaliums im Körper befindet sich innerhalb der Zellen. Kalium ist der "Gegenspieler" des Natriums, das hauptsächlich außerhalb der Zellen vorkommt. Kalium, Der Gesamtkörperbestand dieses Mineralstoffes beträgt ca. 1 kg beim Mann und ca. 800 g bei der Frau. Mehr als 99 % des Calciumbestandes befinden sich in Form von Calcium-Hydroxyapatit (Ca5(PO4)Oh) im Knochen und in den Zähnen.Calcium, Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff. Mg ist neben Kalium der bedeutendste Mineralstoff in den Zellen. Magnesium) Mineralstoffen in einem Lebensmittel denen an säurebildenden (Phosphor liegt im Organismus in Form von Phosphat vor, entweder als freies Phosphat oder gebunden als Baustein zahlreicher Verbindungen z.B. Lezithin, ATP u.a.). Der erwachsene Mensch hat durchschnittlich einen P-Bestand von rund 700 g, wovon 70 - 80 % im Skelett liegen.Phosphor, Schwefel wird fast ausschließlich in Form der S-haltigen Aminosäuren Methionin und Cystein aufgenommen. Die nicht zum Eiweißaufbau verwerteten Mengen an diesen Aminosäuren werden im Stoffwechsel oxydiert, wobei Sulfat entsteht. Schwefel, Chlor) gegenübergestellt. Je nach Gesamtbilanz wird eine Einteilung in "Basen- oder Säureüberschuss" vorgenommen. Beispielsweise enthält demnach Spinat in 100 g 22,3 mval (chemisches Äquivalentgewicht) basenbildende Valenzen und 6,4 mval säurebildende Valenzen. Er hat demzufolge einen Basenüberschuss von 16,9 mval. Hafer ist nicht ganz so alt wie die meisten anderen Getreidearten. Ursprünglich kommt er aus Vorderasien, wird aber auch in Europa schon lange angebaut. Über mehrere Jahrhunderte war Haferbrei ein fester Bestandteil unserer Ernährung.Hafer enthält in 100 g 24,0 mval basenbildende Valenzen und 37,4 säurebildende Valenzen; d.h. er hat einen Säureüberschuss von 13,4 mval.
Beide Messmethoden geben nur einen Teilaspekt des äußerst komplexen Geschehen der Säure-Basen-Regulation wieder. Zudem sind die zahlreichen Tabellen über die "Säure- bzw. Basenwirkung" einzelner Lebensmittel nicht einheitlich. Es finden sich viele widersprüchliche Einteilungen. Einigkeit besteht weitgehend über die Wirkung der Lebensmittelgruppen. Die folgende Übersicht ist eine Zusammenstellung aus mehreren Quellen:
Überblick Lebensmittel:
stark säurebildend
schwach säurebildend
schwach basenbildend
stark basenbildend
Fleisch
Quark
Als "Milch" wird nach dem Milchgesetz lediglich die Kuhmilch bezeichnet, während die Milch anderer Tiere nur unter deutlicher Kennzeichnung der Tierart, z.B. als Ziegenmilch, Schafmilch, in Verkehr gebracht werden darf.Milch
Blattsalate
Wurst
Sahne
Trockenobst
Gemüse
Fisch
Vollkornprodukte.
Pilze
Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte von mehrjährigen Pflanzen. Im Handel werden Kern-, Stein-, Beeren- und Schalenobst sowie Südfrüchte unterschieden. Üblich ist auch eine gesonderte Aufzählung der "Wildfrüchte".Obst
Eier ist die handelsübliche Bezeichnung für Hühnereier. Eier anderer Tiere (Ente, Gans) müssen der Art entsprechend benannt werden.Eier
Nüsse
Hülsenfrüchte
Kartoffeln
Käse
Süßwaren
Weißmehlprodukte
Alkohol ist die übliche Kurzbezeichnung für den "Genussalkohol" Äthylalkohol, der auch Äthanol oder Ethanol genannt wird. Chemisch ist Alkohol die Bezeichnung für bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen, bei denen Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) Wasserstoffatome ersetzen.Alkohol
Kaffee zählt zu den wichtigsten Kulturpflanzen der Erde. Er stammt aus den tropischen Wäldern des afrikanischen Kontinents. Die Frucht ähnelt von Größe und Farbe her einer Kirsche. Im allgemeinen enthält die Frucht zwei Samen. Kaffee
Einige Autoren (z.B. Vasey) unterscheiden neben den säure- und basenbildenden Lebensmitteln die Gruppe der sauren Lebensmitteln wie z.B. saure Früchte, Essig wird zum Würzen schon seit 5000 Jahren verwendet. Er hat konservierende Eigenschaften und wird auch als Reinigungsmittel im Haushalt, als Kosmetikum und Badezusatz verwendet.Essig, milchsaure Produkte. Diese sauren Lebensmittel wirken normalerweise in der Endbilanz basisch. Sie belasten den Säure-Basen-Haushalt nur dann negativ, wenn bereits eine verborgene Übersäuerung im Bindegewebe vorliegt.
Beeinflussung des Säure-Basen-Haushaltes mit Produkten des Reformhauses:
Im Reformhaus werden eine Vielzahl von Lebensmitteln angeboten, die den Organismus im Sinne einer basenüberschüssigen Ernährung beeinflussen:
Obst ist ein Sammelbegriff für die essbaren Früchte von mehrjährigen Pflanzen. Im Handel werden Kern-, Stein-, Beeren- und Schalenobst sowie Südfrüchte unterschieden. Üblich ist auch eine gesonderte Aufzählung der "Wildfrüchte".Obst und Gemüseprodukte
Obst- und Gemüsesäfte
Trockenobst
Hülsenfrüchte
Molke
Darüber hinaus werden spezielle Mineralstoffmischungen angeboten, die im Körper basenbildend wirken. Weitere basenüberschüssige Produkte sind Tees und Pflanzenpresssäfte mit mineralstoffhaltigen Pflanzen, wie z.B.:
Brennesselkraut
Löwenzahnkraut
Bohnenschalen
Schachtelhalmkraut
Grüner Hafer ist nicht ganz so alt wie die meisten anderen Getreidearten. Ursprünglich kommt er aus Vorderasien, wird aber auch in Europa schon lange angebaut. Über mehrere Jahrhunderte war Haferbrei ein fester Bestandteil unserer Ernährung.Hafer
Neben den Produkten, die im Stoffwechsel eine basische Wirkung entfalten, werden bei erhöhter Säureausschüttung des Magens traditionell Säure neutralisierende oder Säure aufsaugende (adsorbierende) Mittel angewendet. Im Reformhaus kommen hierzu in Frage:
Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff. Mg ist neben Kalium der bedeutendste Mineralstoff in den Zellen. Magnesium-Aluminium zählt nicht zu den essentiellen Spurenelementen. Mangelerscheinungen sind nicht bekannt geworden. Der Gehalt des Körpers beträgt insgesamt etwa 100 mg.Aluminium-Trisilicat-Verbindungen (Mittel gegen Sodbrennen)
Kartoffelsaft
Weißkohlsaft
Heilerde gehört zu den ältesten Heilmitteln der Welt. Schon in der antiken Welt genossen die nach ihren Herkunftsorten benannten Erden als Heilmittel hohes Ansehen. Die Wirkungen der Heilerde beruhen hauptsächlich auf ihren physikalischen Eigenschaften.Heilerde
Silicea
Literatur:
Anemueller, H.: Die Bedeutung des Säure-Basen-Haushaltes in der Naturheilkunde; Referat anlässlich der Fachtagung "Säure-Basen-Haushalt und Vollwert-Ernährung des Verbandes für unabhängige Gesundheitsberatung ev. Gießen.
Leitzmann, C. u.a.: Vollwerternährung; Haug Verlag, 7. Auflage.
Oetinger-Papendorf, I.: Durch Entsäuerung zu seelischer und körperlicher Gesundheit; Eigenverlag.
Alternative Ernährungsformen, Atkins-Diät, Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, Als uralte Heilmethode wird Fasten schon seit der Antike von erfahrenen Fastenärzten empfohlen. Auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten, zur Entgiftung/Entschlackung, zur Umstimmung des Stoffwechsels, zum Abnehmen und aus religiösen und meditativen Motiven fasten Menschen. Fasten, Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht, Phosphat