Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Nahrungsmittel, die von den menschlichen Verdauungsenzymen nicht gespalten werden können. Im Gegensatz zu früher, als die Eigenschaften und Funktionen der Ballaststoffe noch unbekannt waren, und sie für den menschlichen Organismus als überflüssiger "Ballast" galten, gewinnen diese Bestandteile heute zunehmend an Bedeutung in unserer Ernährung.
Einzelne Ballaststoffe:
Die für unsere Ernährung bedeutenden Ballaststoffe sind die Pflanzenfasern Cellulose, Hemicellulose, Lignin und Pektin gehört zur Gruppe der Ballaststoffe, also den unverdaulichen Nahrungsbestandteilen. Das Wort Pektin stammt vom griechischen Wort "pektos" (=erstarrt) abPektin. Andere Ballaststoffe werden aus Algen (z.B. Agar-Agar) oder aus exotischen Pflanzen (z.B. Guar- und Johannisbrotkernmehl, (Gummi arabicum) gewonnen. Mit Ausnahme von Lignin sind alle Ballaststoffe hochmolekulare Kohlenhydrate sind chemische Verbindungen aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O). Sie gehören zu den Hauptnährstoffen in der menschlichen Ernährung.Kohlenhydrate.
Funktionen im menschlichen Stoffwechsel:
Die vielfältigen Wirkungen der Ballaststoffe auf den menschlichen Stoffwechsel, und hier in erster Linie auf sein Verdauungssystem, sind vorwiegend auf ihr gutes Quell- und Wasserbindungsvermögen zurückzuführen. Sie beeinflussen im positiven Sinne:
Darmfunktionen: Anregung der Verdauungstätigkeit, Vergrößerung der Stuhlmenge, Verkürzung der Darmpassagezeiten, Verhinderung von Verstopfung ist eine weitverbreitete Zivilisationskrankheit. Bei einer Obstipation, so der Fachbegriff, ist der Stuhl hart und trocken. Ein Stuhlgang ist nur alle 2-3 Tage möglich. Der Darm kann normalerweise ohne größere Anstrengung entleert werden.Verstopfung (Obstipation), wichtig für die physiologische Zusammensetzung der Auf der Haut und den Schleimhäuten in Nase, Mund, Hals, Dünn-und Dickdarm des Menschen leben Milliarden Mikroorganismen. Im Darm, dem mit seiner Oberfläche (ca. 300 qm) größten Grenzorgan des Menschen, siedeln an der inneren Darmschleimhaut 500 – 600 verschiedene Keime und bilden die Darmflora. Darmflora
Cholesterinspiegel: Senkung über Gallensäurebindung und dadurch bedingter rhöhter Cholesterinumsatz, evtl. Erhöhung der Cholesterinausscheidung (v.a. Haferkleie und Pektin)
Übergewicht: geringe Energiedichte ballaststoffreicher ebensmittel; Verlängerung des Sättigungsgefühls
Diabetes: Verzögerung des Blutzuckeranstiegs und -abfalls nach Kohlenhydrataufnahme; Reduktion von Übergewicht
Bei geringem Ballststoffverzehr treten vermehrt Darmerkrankungen wie Divertikel sind kleine, sackförmige Ausstülpungen im Dickdarm. Divertikulose bedeutet das vermehrte Auftreten von solchen Divertikeln. Sie finden sich mit zunehmendem Alter besonders bei Männern.Divertikulose(Ausstülpungen der Dickdarmwand), Hämorrhoiden, Colitis ulcerosa ist wie der Morbus Crohn eine chronisch entzündliche Darmerkrankung. Die Colitis ist eine Entzündung, die nur den Dickdarm (Colon) befällt und mit Geschwüren (Ulcera) einhergeht. Colitis ulcerosa (Dickdarmentzündungen mit geschwürigen Darmwandzerstörungen) und Dickdarmkrebs auf, so dass hier ein ursächlicher Zusammenhang vermutet wird und z.T. wissenschaftlich erwiesen ist. Welchen Anteil die Ballaststoffe an der Verhinderung dieser Krankheiten haben, ist allerdings schwer zu klären.
Vorkommen:
Vollgetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sind die wichtigsten natürlichen Träger von Ballaststoffen. Zu den speziellen Ballaststoff-Diätetika gehören z.B. isolierte Weizenkleie und Leinsaat. Pektin und importierte Ballaststoffe, wie z.B. Agar-Agar, Guarkernmehl wird aus den Samen der Pflanze Cyamopsis tetragonoloba gewonnen. Diese unseren Hülsenfrüchten ähnliche Pflanze ("Büschelbohne") stammt vermutlich aus Zentralafrika und wurde in Indien und Pakistan kultiviert.Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl ist das vermahlene Endosperm der Samen der Früchte des in den Mittelmeerländern beheimateten Johannisbrotbaumes.Johannisbrotkernmehl werden in der Lebensmittelindustrie und im Haushalt als Gelier- und Dickungsmittel und als Komponenten in kalorienarmen Produkten eingesetzt.
Bedarf und Zufuhrempfehlungen:
Die empfohlene Tageszufuhr von 30 - 40 g ist durch die Vollwert-Ernährung problemlos zu erreichen. Etwa die Hälfte der Ballaststoffe, also 15 - 25 g, sollte aus Vollkornbrot, -backwaren, Müsli und anderen Getreideprodukten bestehen. Von der langfristigen Anwendung isolierter Ballaststoffpräparate wird bis auf Ausnahmefälle abgeraten, da eine zu große Ballaststoffzufuhr auch negative Effekte (behinderte Resorption von Mineralstoffen) im Körper auslösen kann. Ballaststoffe sollten möglichst im natürlichen Lebensmittelverbund gegessen werden.
Diätetische Hinweise:
Eine ballaststoffreiche Ernährung ist geeignet bei:
Übergewicht und Folgekrankheiten
Fettstoffwechselstörungen
Diabetes
Verstopfung
Der Übergang auf eine ballaststoffreiche Ernährung ist häufig von Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Das Symptom Durchfall oder Diarrhoe (griech. dia = durch, rhein = fließen) umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von harmlosen funktionellen Störungen bis zu der auf komplexen Ursachen beruhenden chronischen Diarrhoe. Durchfall begleitet. Daher ist es hilfreich den Organismus langsam mit geringen Ballaststoffmengen daran zu gewöhnen. Wichtig ist ein intensives Kauen.
Menschen, die über eine ständige Unverträglichkeit ballaststoffreicher Nahrung klagen, sollten versuchen ihren Darm (z.B. mit der Mayr-Kur ist die nach dem österreichischen Arzt, Dr F.X. Mayr (1875-1965), benannte Darmreinigungs- und -sanierungskur. Sie gilt als Intensivernährungstherapie von Krankheiten, die auf Darmfunktionsstörungen beruhen.Mayr-Kur) zu sanieren. Dadurch kommt es häufig zu einer besseren Verträglichkeit von zunächst geringen, später erhöhten Ballaststoffmengen.
Grundsätzlich ist bei dem Verzehr von isolierten Ballaststoffen darauf zu achten, dass gleichzeitig ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird (ca. 150 ml auf einen Esslöffel).
Lein ist eine uralte Kulturpflanze, die schon vor 6000 bis 8000 Jahren von den Sumerern, Ägyptern und sogar schon von den Pfahlbauleuten der jüngeren Steinzeit angebaut wurde. Leinsamen ist der Samen des Leins oder Flaches.Leinsamen
Haferkleie
Weizenkleie
Pektin-Präparate
Agar-Agar (als Dickungsmittel)
Literatur:
AID-Verbraucherdienst: Ballaststoffe in der Ernährung, Bonn.
Anemueller, H.: Gesund leben, aber wie?; Hippokrates Verlag.
Cremer, H.-D.: Die große Nährwert-Tabelle; Gräfe+Unzer Verlag.
Elmadfa, I.: Die große GU Vitamin und Mineralstoff-Tabelle; Gräfe+Unzer Verlag.
Agar-Agar, Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, Es handelt sich um eine Gruppe von langkettigen Kohlenhydraten, die - mit Ausnahme der Gelatine (tierisches Eiweiß) - aus Pflanzen oder Algen gewonnen werdenDickungsmittel, Das Symptom Durchfall oder Diarrhoe (griech. dia = durch, rhein = fließen) umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von harmlosen funktionellen Störungen bis zu der auf komplexen Ursachen beruhenden chronischen Diarrhoe. Durchfall, Fettstoffwechselstörungen, Guar, Johannisbrotkernmehl ist das vermahlene Endosperm der Samen der Früchte des in den Mittelmeerländern beheimateten Johannisbrotbaumes.Johannisbrotkernmehl, Verstopfung ist eine weitverbreitete Zivilisationskrankheit. Bei einer Obstipation, so der Fachbegriff, ist der Stuhl hart und trocken. Ein Stuhlgang ist nur alle 2-3 Tage möglich. Der Darm kann normalerweise ohne größere Anstrengung entleert werden.Verstopfung , Vollwert-Ernährung, Mayr-Kur ist die nach dem österreichischen Arzt, Dr F.X. Mayr (1875-1965), benannte Darmreinigungs- und -sanierungskur. Sie gilt als Intensivernährungstherapie von Krankheiten, die auf Darmfunktionsstörungen beruhen.Mayr-Kur, Übergewicht