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Johanniskraut

Mitte Juni steht das Johanniskraut in voller Blüte. Es ist zu dieser Zeit auch für den Laien an den leuchtend-gelben Blüten und dem typischen Erscheinungsbild der Blätter leicht zu erkennen. Der Name "Tüpfelhartheu" deutet auf eine Eigenart der Blätter hin: wenn man ein Blatt gegen das Licht betrachtet sieht man viele kleine, helle Punkte, als ob das Blatt mit Stecknadeln durchlöchert worden wäre. Hier befinden sich kleine Ablagerungen von ätherischem Öl, einem wichtigen Inhaltsstoff des Johanniskrauts.

Botanischer Name:   Verwendete Pflanzenteile:
Johanniskraut - Hypericum perforatum (L.)   Kraut = Herba

Inhaltsstoffe: Wirkungen (nach Monographie)
Für die Droge und daraus hergestellte Zubereitungen liegen zahlreiche ärztliche Erfahrungsberichte vor, die für eine milde antidepressive Wirkung sprechen. Nach experimentellen Befunden ist Hypericin den Monoaminooxydasehemmern zuzurechnen.
Ölige Hypericum-Zubereitungen wirken antiphlogistisch.

Johanniskraut wird verwendet:

Innerlich: Äußerlich: Darreichungsformen im Reformhaus:

Tee, Öl (Rotöl), Tinktur, Frischpflanzenpresssaft, Kapseln, Tabletten

Sonstiges:

Eine stabile Wirkung von Johanniskraut tritt erst nach längerer, regelmäßiger (4-6 Wochen) Einnahme ein! Sinnvoll ist die Anwendung bei Winterdepression.

Wechselwirkungen:
Zubereitungen aus Johanniskraut können die Konzentration einer Reihe von Wirkstoffen aus anderen Medikamenten im Blut herabsetzen und damit deren Wirkungen abschwächen.
Betroffen sind die folgenden Arzneistoffe:
Wortlaut der für die Standardzulassung vorgeschriebenen Packungsbeilage:

Anwendungsgebiete

Zur Unterstützung der Behandlung von nervöser Unruhe und Schlafstörungen.

Gegenanzeigen

Johanniskrautzubereitungen sind nicht anzuwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit.

Nebenwirkungen

Gelegentlich kann, besonders bei hellhäutigen Personen, eine Lichtüberempfinlichkeit auftreten. Dies zeigt sich in Form von sonnenbrandähnlichen Entzündungen der Hautpartien, die stärkerer Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren.

Dosierungsanleitung und Art der Anwendung

1 bis 2 Teelöffel voll Johanniskraut werden mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) überbrüht und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Soweit nicht anders verordnet, werden regelmäßig morgens und abends 1 bis 2 Tassen frisch bereiteter Tee getrunken.

Dauer der Anwendung

Zum Erzielen einer Wirkung ist normalerweise eine Anwendung über mehrere Wochen oder Monate erforderlich.

Hinweis

Vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Literatur: Ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe
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