Johanniskraut
Mitte Juni steht das Johanniskraut in voller Blüte. Es ist zu dieser Zeit auch für den Laien an den leuchtend-gelben Blüten und dem typischen Erscheinungsbild der Blätter leicht zu erkennen. Der Name "Tüpfelhartheu" deutet auf eine Eigenart der Blätter hin: wenn man ein Blatt gegen das Licht betrachtet sieht man viele kleine, helle Punkte, als ob das Blatt mit Stecknadeln durchlöchert worden wäre. Hier befinden sich kleine Ablagerungen von ätherischem Öl, einem wichtigen Inhaltsstoff des Johanniskrauts.
| Botanischer Name: | | Verwendete Pflanzenteile: |
| Johanniskraut - Hypericum perforatum (L.) | | Kraut = Herba |
Inhaltsstoffe: - Hypericin
- Flavonoide sind meist gelb gefärbte Naturstoffe.
Es handelt sich meist um gelb gefärbte (flavus=gelb), in heißem Wasser, besser in Alkohol, lösliche Naturstoffe. Trocken aufbewahrte Flavonoiddrogen verlieren nach längerer Lagerung nicht an Wirksamkeit. Flavonoide - Ätherisches Öl
- Gerbstoffe sind in heißem Wasser recht gut lösliche Naturstoffe, die allerdings in alkoholischen Zubereitungen stabiler sind. Gerbstoffe
Wirkungen (nach Monographie)Für die Droge und daraus hergestellte Zubereitungen liegen zahlreiche ärztliche Erfahrungsberichte vor, die für eine milde antidepressive Wirkung sprechen. Nach experimentellen Befunden ist Hypericin den Monoaminooxydasehemmern zuzurechnen.
Ölige Hypericum-Zubereitungen wirken antiphlogistisch.
Johanniskraut wird verwendet:Innerlich: - bei leichteren Formen von neurotischer Depressionen (Klimakterium, nervöser Erschöpfung)
- Volksmedizinisch: bei Das Symptom Durchfall oder Diarrhoe (griech. dia = durch, rhein = fließen) umfasst ein weites Spektrum. Es reicht von harmlosen funktionellen Störungen bis zu der auf komplexen Ursachen beruhenden chronischen Diarrhoe. Durchfall, als Diuretikum, bei Bettnässern, bei Magen-Darm-Beschwerden, bei Rheuma ist ein Überbegriff für die über 400 verschiedenen Krankheitsbilder des rheumatischen Formenkreises. Den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind die schubweise auftretenden Schmerzen und Bewegungseinschränkung im Bereich des Haltungs- und Bewegungsapparates gemeinsam. Rheuma und Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht
Äußerlich: - Volksmedizinisch: als Wundheilmittel bei Verbrennungen
Darreichungsformen im Reformhaus:Das üblicherweise als Tee bezeichnete Getränk ist ein wässriger Auszug aus den Blättern der Teepflanze (Camellia sinensis, Syn:. Thea sinensis). Geerntet werden junge Triebe (meist 1 Knospe und 2 Blätter).
Neben den verschiedenen Arten und Qualitäten werden grundsätzlich Schwarztee und Grüntee unterschieden.Tee, Öl (Rotöl), Tinktur, Frischpflanzenpresssaft, Kapseln, Tabletten
Sonstiges:Eine stabile Wirkung von Johanniskraut tritt erst nach längerer, regelmäßiger (4-6 Wochen) Einnahme ein! Sinnvoll ist die Anwendung bei Winterdepression.
Wechselwirkungen:Zubereitungen aus Johanniskraut können die Konzentration einer Reihe von Wirkstoffen aus anderen Medikamenten im Blut herabsetzen und damit deren Wirkungen abschwächen.
Betroffen sind die folgenden Arzneistoffe:
- Ciclosporin (zur Verhinderung von Abstossungsreaktionen nach Organtransplantationen)
- Arneistoffe vom Cumarin-Typ (Hemmung der Blutgerinnung)
- Digoxin
- Indinavir (gegen HIV-Infektionen)
- Theophyllin
- Warfarin
Wortlaut der für die Standardzulassung vorgeschriebenen Packungsbeilage:AnwendungsgebieteZur Unterstützung der Behandlung von nervöser Unruhe und Schlafstörungen.
GegenanzeigenJohanniskrautzubereitungen sind nicht anzuwenden bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit.
NebenwirkungenGelegentlich kann, besonders bei hellhäutigen Personen, eine Lichtüberempfinlichkeit auftreten. Dies zeigt sich in Form von sonnenbrandähnlichen Entzündungen der Hautpartien, die stärkerer Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren.
Dosierungsanleitung und Art der Anwendung1 bis 2 Teelöffel voll Johanniskraut werden mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) überbrüht und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb gegeben.
Soweit nicht anders verordnet, werden regelmäßig morgens und abends 1 bis 2 Tassen frisch bereiteter
Das üblicherweise als Tee bezeichnete Getränk ist ein wässriger Auszug aus den Blättern der Teepflanze (Camellia sinensis, Syn:. Thea sinensis). Geerntet werden junge Triebe (meist 1 Knospe und 2 Blätter).
Neben den verschiedenen Arten und Qualitäten werden grundsätzlich Schwarztee und Grüntee unterschieden.Tee getrunken.
Dauer der AnwendungZum Erzielen einer Wirkung ist normalerweise eine Anwendung über mehrere Wochen oder Monate erforderlich.
HinweisVor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
Literatur: - Schilcher, H.: Kleines Heilkräuterlexikon; Diaita Verlag, Bad Homburg.
- Wichtl, M.: Teedrogen; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
- Pahlow, M.: Das große Buch der Heilpflanzen; Gräfe + Unzer Verlag.
- Weiss, R.F.: Lehrbuch der Phytotherapie; Hippokrates Verlag.
Ätherische Öle,
Flavonoide sind meist gelb gefärbte Naturstoffe.
Es handelt sich meist um gelb gefärbte (flavus=gelb), in heißem Wasser, besser in Alkohol, lösliche Naturstoffe. Trocken aufbewahrte Flavonoiddrogen verlieren nach längerer Lagerung nicht an Wirksamkeit. Flavonoide,
Gerbstoffe sind in heißem Wasser recht gut lösliche Naturstoffe, die allerdings in alkoholischen Zubereitungen stabiler sind. Gerbstoffe