Naturkosmetik
Naturkosmetik
Eine verbindliche gesetzliche Definition für den Begriff Naturkosmetik gibt es nicht. Auch ein einheitlicher Standard für die Herstellung von Naturkosmetik existiert zur Zeit nicht.
Unterschiede zu konventionellen Kosmetika:In konventionellen Kosmetika werden synthetische Stoffe, meist aus der Petrochemie verwendet sowie synthetische
Emulgatoren sind Stoffe, die es ermöglichen, nicht oder nur schlecht miteinander vermischbare Flüssigkeiten in eine einheitliche Form (Emulsion) zu bringen. Sie bewirken eine Feinverteilung der einen Komponente in der anderen, z.B.: von Wasser in Öl bei der Margarineherstellung.Emulgatoren, Konservierungs- und
Farbstoffe werden bei der Lebensmittelverarbeitung zum Ausgleich von Farbverlusten und Farbveränderungen zugesetzt (erscheinen als E-Nummer auf der Verpackung).Farbstoffe. Zum Teil werden tierische Produkte (vom toten Tier) mitverarbeitet. Tierversuche sind nicht ausgeschlossen.
Prinzipiell einig sind sich die Hersteller von Naturkosmetika in einigen wichtigen Punkten: Verwendet werden nur hochwertige Pflanzenrohstoffe, möglichst aus Bio-Anbau oder Wildbeständen. Überwiegend wird auf synthetische Stoffe zum Beispiel bei Emulgatoren oder Konservierungsstoffen verzichtet. Eine Volldeklaration nach CTFA (Cosmetic Toiletry and Fragrance Association) ist Standard, zum Teil auch als Übersetzung ins Deutsche. Es werden keine Tierversuche durchgeführt bzw. in Auftrag gegeben.Bei der Umverpackung wird Wert auf recycelbare oder wiederverwertbare Materialien gelegt.
Naturkosmetik im neuform-ReformhausDas Reformhaus bietet seit Jahrzehnten hochwertige Kosmetikprodukte im Sinne einer Naturkosmetik an, die sich durch die folgenden Merkmale auszeichnen:
1. Allgemeine AnforderungenEs werden ausschließlich solche Erzeugnisse verwendet, die sich durch einen möglichst hohen Grad an:
- Naturbelassenheit
- Kosmetischer Wirksamkeit
- Verträglichkeit
- Guten Gebrauchseigenschaften
- Produktsicherheit
auszeichnen.
Dies wird erreicht durch:
- Bevorzugung natürlicher Stoffe pflanzlicher und tierischer (nur vom lebenden Tier) Herkunft
- Verwendung von Stoffen aus einer eng begrenzten Stoffpalette; bei den wenigen zugelassenen Hilfsstoffen wird die Dosierung auf ein Minimum begrenzt
- Verzicht auf Stoffe vom toten Tier,
- Verzicht auf Paraffine
- Schonend gewonnene, be- und verarbeitete natürliche Rohstoffe werden bevorzugt und auf chemische Verfahren weitgehend verzichtet
- Hygienisch optimierte Herstellungsprozesse
- Umfassende und verständliche Information der Verbraucher durch Herstellerangaben und durch qualifiziertes Beratungspersonal im Reformhaus.
2. NachhaltigkeitDie Reformhauskosmetik orientiert sich an dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Wichtige Maßnahmen sind:
- Verzicht auf bestimmte Technologien (Bestrahlung, Im Jahre 1973 gelang die erste zielgerichtete Übertragung genetischer Informationen zwischen artfremden Organismen. Dies war der Beginn einer Technologie, die auf der Möglichkeit basiert, das Erbgut von Lebewesen (Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen) zu manipulieren. Gentechnik)
- Umweltverträgliche Technologien und Schonung nicht erneuerbarer Ressourcen haben einen hohen Stellenwert
- Bevorzugung von Erzeugnissen, die aus anerkannt ökologischer Landwirtschaft stammen und unter sozialverträglichen Bedingungen erzeugt, verarbeitet und vermarktet werden
- Ressourcenschonende Gestaltung der Verpackungen bei optimaler Wertsicherung der Produkte und Benutzerfreundlichkeit für den Verbraucher.
3. BestrahlungDie Bestrahlung von Rohstoffen und Fertigprodukten mit radioaktiven Strahlen zur Entkeimung ist nicht gestattet.
4. TierversucheKosmetikprodukte mit dem neuform-Zeichen dürfen nicht im Tierversuch geprüft werden.
5. GentechnikGentechnisch veränderte Stoffe dürfen in neuform-Kosmetikprodukten nicht verwendet werden.
6. Spezielle RohstoffeZur Erzielung einer besonderen kosmetischen Wirkung und aufgrund spezieller gesetzlicher Rahmenbedingungen, Erfordernissen zum Schutz des Verbrauchers, nachhaltigen Wirtschaftens sowie des schonenden Umgangs mit Ressourcen wird eine begrenzte Anzahl bestimmter Stoffe in möglichst geringer Menge verwendet. Hierzu zählen Duftstoffe, Hilfsstoffe (wie
Konservierungsstoffe wirken antimikrobiell, d.h. sie hemmen das Wachstum von Mikroorganismen (Schimmelpilze, Bakterien, Hefen, Fäulniserregern) und schützen dadurch die Lebensmittel vor Verderb.Konservierungsstoffe,
Emulgatoren sind Stoffe, die es ermöglichen, nicht oder nur schlecht miteinander vermischbare Flüssigkeiten in eine einheitliche Form (Emulsion) zu bringen. Sie bewirken eine Feinverteilung der einen Komponente in der anderen, z.B.: von Wasser in Öl bei der Margarineherstellung.Emulgatoren,
Farbstoffe werden bei der Lebensmittelverarbeitung zum Ausgleich von Farbverlusten und Farbveränderungen zugesetzt (erscheinen als E-Nummer auf der Verpackung).Farbstoffe), UV-Absorber und waschaktive Substanzen.
6.1.
DuftstoffeEs werden überwiegend natürliche und naturidentische Duftstoffe und deren Komponenten verwendet.
6.2.
HilfsstoffeKonservierungDer Einsatz von Konservierungsmitteln ist im Interesse der mikrobiologischen Produktsicherheit nach dem Anbruch der Verpackung und zum Schutz des Verbrauchers nicht immer zu vermeiden. Zur Konservierung sind deshalb folgende natürliche oder naturidentische Verbindungen und deren Salze zugelassen:
- Sorbinsäure
- Benzoesäure
- Benzylalkohol
- Phenoxyethanol
- p-Hydroxy-Benzoesäure und ihre Ester (PHB-Ester/Parabene)
- Dehydracetsäure
- Ameisensäure
Bevorzugt werden spezielle Formen der Herstellung oder Verpackungen, die Konservierungsmittel verzichtbar machen.
FarbstoffeEs werden natürliche Farbstoffe aus dem Pflanzen- und Mineralreich verwendet.
In seltenen Fällen gibt es Ausnahmen für spezielle Produktgruppen, wie dekorative Kosmetik, "rinse-off-Produkte" (z.B. Shampoo, Duschgel und Haarfarben), zur Gewährleistung bestmöglicher Produkteigenschaften und Benutzerfreundlichkeit.
6.3.
UV-FilterFür Sonnenschutzmittel ist der Einsatz von UV-Filtern gesetzlich verbindlich vorgeschrieben. Ihr Einsatz ist zum Schutz von lichtempfindlichen Personen und vor den zunehmenden Gefahren der intensiven UV-Bestrahlung auch in Sonnenschutzmitteln mit dem
Die neuform-Genossenschaft wurde 1927 gegründet. Ihr Förderungsauftrag besteht darin, die wirtschaftliche und fachliche Leistungsfähigkeit der neuform-Reformhäuser zu sichern und zu stärken und deren Existenz als selbständige, mittelständische Fachgeschäfte zu erhalten.neuform-Zeichen notwendig.
6.4.
Emulgatoren und waschaktive SubstanzenEs können Emulgatoren und bei Haut- und Haarwaschmitteln sogenannte waschaktive Substanzen eingesetzt werden, die unter Verwendung folgender Naturstoffe hergestellt wurden:
- Fette, Öle, Wachse
- Lecithine
- Lanolin
- Saccharide (Mono-, Oligo-, Polysaccharide)
- Aminosäuren, Proteine und Fette (Triglyceride) und fettähnliche Stoffe wie zum Beispiel Cholesterin sind weder in Wasser noch in Blutflüssigkeit löslich. m sie trotzdem in einzelne Körperregionen transportieren zu können, werden sie, sobald sie sich im Blut befinden, an bestimmte Eiweißkörper (Proteine) gebunden.Lipoproteine
Aufgrund ihrer guten Funktionalität kann auf PEG-haltige Tenside (waschaktive Substanzen) nicht vollständig verzichtet werden. Ein Verzicht wird angestrebt, wo immer dies unter Erhalt optimaler Gebrauchseigenschaften möglich ist, um dem Ideal der Natürlichkeit möglichst nahe zu kommen.
7. Prüfung und KontrolleDie Kosmetikprodukte mit dem neuform-Zeichen unterliegen einer Prüfung und Zulassung durch die neuform und einer ständigen Kontrolle durch die qualifizierten Labors der Hersteller. Die Einhaltung der Qualitätsrichtlinie wird durch das neuform-Zeichen dokumentiert.
Literatur:* neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G. und Verband der Reformwaren-Hersteller (VRH): Auf der Basis der Natur-
Die neuform-Genossenschaft wurde 1927 gegründet. Ihr Förderungsauftrag besteht darin, die wirtschaftliche und fachliche Leistungsfähigkeit der neuform-Reformhäuser zu sichern und zu stärken und deren Existenz als selbständige, mittelständische Fachgeschäfte zu erhalten.neuform-geprüfte Kosmetik