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Diabetes

Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Leitsymptome sind erhöhte Blutzuckerspiegel (Normalwert: 70-120 mg%), Zucker im Harn, Durst, große Harnmengen, Mattigkeit und Kraftlosigkeit.

Ursachen Typ I: Autoimmunerkrankung, Virusinfekte

Der Typ I ist die seltenere Diabetesform (ca. 5 % der Diabetiker). Sie nimmt einen plötzlichen Verlauf. Die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse werden allmählich durch Viren (häufig Mumps-, Röteln-, Masernviren) oder eigene Körperzellen bzw. körpereigene Abwehrstoffe (Autoimmunerkrankung) zerstört. Diese Abwehrstoffe (Inselzellantikörper) können in der Regel schon Jahre vor Ausbruch des Diabetes nachgewiesen werden.

Behandlung:
Der Typ I Diabetiker muss sich das fehlende Insulin spritzen. Insulinmenge, Nahrungsmenge (besonders Kohlenhydrate und körperliche Aktivität werden aufeinander abgestimmt. Neben der konservativen Insulintherapie (2 Spritzen täglich) gibt es die intensivierte Insulintherapie, bei der jeweils vor den Mahlzeiten die errechnete Menge Insulin gespritzt wird. Dieser Diabetiker sollte mehrmals täglich zur Selbstkontrolle seinen Blutzucker messen. Die Vollwerternährung ist eine tragende Säule in der Therapie.

Ursachen Typ II: Übergewicht, starke erbliche Komponente

Während 1940 der Typ II mit 0,4 % in der Gesamtbevölkerung vertreten war, liegt die Quote heute bei 4-5 % mit steigender Tendenz. Rund 95 % der Diabetiker sind Typ II Diabetiker. Hauptursache des Typ II-Diabetes ist das Übergewicht, das bei 90% der Diabetiker vorliegt.
Charakteristisch sind mehr oder weniger lange Latenzstadien mit verborgener Stoffwechselstörung (Glukoseintoleranz), die dem Ausbruch der Krankheit vorausgehen. Aufgrund des erhöhten Fettanteils kommt es zu einer Verschlechterung der Insulinwirkung (Verminderung der Rezeptoren), so dass erhöhte Insulin- und Blutzuckerspiegel gleichzeitig auftreten.
Hohe Insulinspiegel wiederum fördern das Übergewicht. Neben dem übergewichtigen Typ II Diabetiker gibt es den schlanken Typ mit einer verminderten bzw. verzögerten Insulinfreisetzung.

Risiken bei Diabetes:

1. Hyperglykämie (Überzuckerung)

Die Ursachen hierfür sind: Sehr hohe Blutzuckerspiegel können über Müdigkeit, Übelkeit, vertiefter, zwanghafter Atmung zu einem Koma mit tiefer Bewusstlosigkeit führen.

2. Hypoglykämie(Unterzuckerung)
(weniger als 50-60 mg Glucose/100 ml Blut)

Die Ursachen hierfür sind: Sehr niedrige Blutzuckerspiegel können über Gereiztheit, Zittern zur Ohnmacht führen.

Folgeerkrankungen des Diabetes: Begleiterkrankungen: Therapie:
(die 5 Säulen der Diabetes-Therapie)
  1. Vollwerternährung ggf. kalorienreduziert
  2. Bewegung und Fitness
  3. Seelische Ausgeglichenheit
  4. Selbstkontrolle von Blut- bzw. Harnzucker
  5. Medikamente (Tabletten, Insulin)
Ernährung:

Bei Übergewicht reicht eine Gewichtsabnahme häufig aus, um den Stoffwechsel zu verbessern! Das Prinzip der Diabetesdiät besteht in der Auswahl und Berechnung der Kohlenhydrate! Die so genannten "schnellen Kohlenhydrate", d.h. die Kohlenhydrate, die zu erheblichen Blutzuckerspitzen führen, sollen möglichst gemieden werden.
In Deutschland und Österreich werden die Kohlenhydrate in Broteinheiten berechnet.In einer Broteinheit sind 12 g Kohlenhydrate enthalten!

Produktbeispiele:
Gemüsesaft - 1 BE = 200 ml:
in 200 ml sind 12 g verwertbare Kohlenhydrate enthalten = 1 BE

Diät-Konfitüre - 1 BE = 26 g:
in 26 g sind 12 g verwertbare Kohlenhydrate enthalten = 1 BE

Die wichtigsten Ernährungsregeln bei Diabetes:
  1. Verbot bzw. starke Einschränkung von Traubenzucker, Malzzucker, Rohr- oder Rübenzucker (Saccharose);
  2. Verbot bzw. starke Einschränkung von Lebensmitteln, die mit diesen Zuckerarten hergestellt sind.(Zutatenliste!) z.B.: Kuchen, Schokolade, Eis, Konfitüre, Limonade u.a.;
  3. Verbot bzw. starke Einschränkung von Lebensmitteln, die von Natur aus sehr zuckerreich sind: wie Honig, überreifes Obst, Trockenfrüchte;
  4. Statt verbotener Zuckerarten sind Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe erlaubt. Zuckeraustauschstoffe wie Fruktose, Sorbit und Xylit enthalten kcal und müssen wie andere Kohlenhydrate in BE angerechnet werden. (Gewisse Zuckeraustauschstoffe bekommen in nächster Zeit eine neue Bewertung hinsichtlich kcal und BE). Mehr als 60g/Tag und mehr als max. 10-15 g/ Mahlzeit sollten nicht verzehrt werden. Süßstoffe sind kcal-frei und müssen nicht in BE angerechnet werden.
  5. Besonders empfehlenswert sind kohlenhydrathaltige Lebensmittel, die hauptsächlich Stärke und Ballaststoffe enthalten. Sie führen nicht zu starken Blutzuckerspitzen und haben einen niedrigen Glykämischen Index (Maß für die Blutzuckerwirksamkeit von Lebensmitteln) z.B.: Gemüse (insbesondere milchsaures Gemüse), Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Obst, Kartoffeln, u.a..
  6. Die täglich erlaubte Kohlenhydratmenge ist auf 6-7 Mahlzeiten zu verteilen.
  7. Alle kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln müssen regelmäßig und vollständig eingenommen werden.
Reformhausangebot für Diabetiker: Naturheilmittel / Nahrungsergänzungsmittel: Adresse: Literatur: Arteriosklerose, Bluthochdruck, Bohnenschalen, Buchweizen, Chrom, Glykämischer Index, Löwenzahn, Magnesium, Süßstoffe, Übergewicht, Vitamin E, Vollwerternährung, Zink, Zuckeraustauschstoffe
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