Übergewicht
Übergewicht und
Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) gehören zu den klassischen Wohlstandserscheinungen. Sie führen sehr häufig zu ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Bluthochdruck u.a.. Fettleibigkeit (Adipositas) gehören zu den klassischen Wohlstandserscheinungen. Sie führen sehr häufig zu ernährungsbedingten Krankheiten wie
Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, Fettstoffwechselstörungen,
Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht,
Hypertonie ist eine dauerhafte Erhöhung des Blutdruckes. Die Diagnose darf erst gestellt werden, wenn wiederholte Messungen krankhafte Werte ergeben! Ein oberer (systolischer) und unterer (diastolischer) Wert, in mm Quecksilber (mmHg) angegeben, kennzeichnen den Druck, der vom Blut auf die Gefäße ausgeübt wird. Bluthochdruck u.a..
Definitionen: | Broca-Gewicht: | |
| Normalgewicht in kg: | Körperlänge in cm -100 |
| | |
| Idealgewicht in kg : | Normalgewicht abzüglich: |
| | 10 % bei Frauen bzw. 15 % Männern |
| | |
| Übergewicht in kg: | Normalgewicht zuzüglich 10 % und mehr |
| | |
| Adipositas: (starkes Übergewicht) in kg: | Normalgewicht zuzüglich 20 % und mehr |
| | |
| Untergewicht in kg: | Normalgewicht abzüglich 20 % und darunter |
| | |
| Beispiel: | |
| Eine Frau von 172 cm Körperlänge hat | mit 72 kg Normalgewicht |
| | mit 61 kg Idealgewicht |
| | ab 79 kg Übergewicht |
| | mit weniger als 58 kg Untergewicht |
Die Definition zu Übergewicht und Adipositas gilt nur für einen erhöhten Körperfettanteil.
| Body Mass Index (BMI): | |
| | |
| Körpergewicht in kg | |
| = BMI |
| [Körperlänge in m]² | |
| | |
| Akzeptables Gewicht: | BMI = 20-25 |
| Übergewicht: | BMI = 25-30 |
| Adipositas: | BMI = über 30 |
| | |
| Der BMI ist als Richtgröße international anerkannt! |
Verbreitung des Übergewichts:Die Daten aus den einzelnen Untersuchungen schwanken in einem Bereich von 30- 50 % der Gesamtbevölkerung. Das Gewicht ist stark altersabhängig, so dass sich in der Gruppe der 45-60 jährigen die meisten Übergewichtigen erfassen lassen. Für die Adipositas (starkes Übergewicht bzw. Fettsucht) findet man eine Häufigkeit von 8- 17 %.
Übergewichtstypen:Die Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Fettverteilung am Körper entscheidenden Einfluss auf das gehäufte Auftreten von Stoffwechselstörungen hat. Man unterscheidet die androide Adipositas (vermehrtes Bauchfett) von der gynoiden Adipositas (vermehrtes Hüftfett). Ist die Ursache für das Übergewicht eine vermehrte Fettansammlung im Bauch- bzw. Oberkörperbereich (Apfeltyp) so ist die Wahrscheinlichkeit von Stoffwechsel-Störungen sehr viel höher als bei vermehrter Fettansammlung im Hüft- und Oberschenkelbereich (Birnentyp). Bauchfett ist also gefährlicher.
| WHR-Wert (waist to hip ratio): | |
| Über den WHR-Wert (waist to hip ratio) lässt sich das Risiko messen. |
| |
| Umfang Bauch in Höhe des Bauchnabel (cm) | |
| = WHR-Wert |
| Umfang Hüfte an der dicksten Stelle (cm) | |
| | |
| Risikowerte: für Männer: über 1 und für Frauen: über 0,8 |
Beispiel:100 cm Bauchumfang / 90 cm Hüftumfang = 1.1 WHR-Wert
Ursachen:Die Ursachen sind vielfältig und müssen im Einzelfall abgeklärt werden. Nur eine ursächliche Therapie bringt anhaltenden Erfolg.
- Falsches Essverhalten Unbewusstes und häufig durch Außenreize (Geruch, Uhrzeit, Teller-leer-essen etc.) beeinflusstes Essen und Trinken, die interne Appetit- und Sättigungsregulation wird dadurch überdeckt
- Ungünstige Nahrungsauswahl Zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig, zu viel Alkohol ist die übliche Kurzbezeichnung für den "Genussalkohol" Äthylalkohol, der auch Äthanol oder Ethanol genannt wird. Chemisch ist Alkohol die Bezeichnung für bestimmte Kohlenwasserstoffverbindungen, bei denen Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) Wasserstoffatome ersetzen.Alkohol, zu wenig Frischkost und Ballaststoffe
- Zu wenig Bewegung Im allgemeinen wird zu wenig für Fitness und Bewegung getan. Über die Fitness sollte die Figur beeinflusst werden, weniger über die Diät. Bewegung erhöht den Energieverbrauch noch über die Tätigkeit hinaus.
- Seelische Einflüsse Kummerspeck, Frustessen, Essen aus Langeweile und innerer Leere, Heißhungerattacken spielen bei vielen Übergewichtigen eine große Rolle.
- Häufige Diäten Starke Gewichtsschwankungen (±5 kg) können den Energieumsatz langfristig senken. Dies erklärt sich aus einer Anpassungsreaktion des Organismus auf häufige Hungerphasen (Diät).
- Veranlagung Einige Untersuchungen deuten auf einen relativ großen Einfluss dieses Faktors. Eine gestörte Wärmeproduktion (Energieabgabe) wird diskutiert. Man spricht auch von guten und schlechten Futterverwertern.
- Krankheiten Im wesentlichen finden sich hier Schilddrüsenunterfunktion und Störungen der Nebenniere, ebenso Krankheiten, bei denen Hormone oder Psychopharmaka verabreicht werden. Der Anteil an den Ursachen liegt allerdings unter 1 %.
Risiken:Bei Übergewichtigen finden sich vermehrt:
- Bluthochdruck (70 %)
- Fettstoffwechselstörungen (50 %)
- Unter dem Begriff Arteriosklerose versteht man eine Schädigung der arteriellen Gefäße, die zu einer Verengung der Arterien und in Folge zu einer Mangeldurchblutung verschiedener Gewebe führen kann.Arteriosklerose (50 %)
- Herzschwäche, Herzinfarkt, Angina Pectoris (50 %)
- Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes (45 %) u.a. Stoffwechselstörungen
- Skeletterkrankungen (45 %)
Ein entscheidender Faktor für das Auftreten von Risikofaktoren ist die Verteilung des Fettgewebes am Körper. Das Bauchfett (androide Adipositas) führt wesentlich häufiger zu Gesundheitsstörungen als das Hüftfett (gynoide Adipositas).
Therapie: - Energiereduzierte Vollwerternährung mit hohem Frischkostanteil (1200-1500 kcal): Die langsame aber konsequente Gewichtsabnahme (max.1kg/Wo) verspricht langfristigen Erfolg! Voraussetzung ist das Aneignen von Lebensmittelkenntnissen.
- Essverhalten ändern in drei Phasen:
- Gewohnheiten beobachten und erkennen
- ungünstige Gewohnheiten verändern
- neue Gewohnheiten stabilisieren
Ganz wichtig ist hierbei das Prinzip der kleinen Schritte.
Reformhausangebot für Übergewichtige: - Vielzahl vollwertiger, von Natur aus kalorienarmer Lebensmittel wie: fettarme Milchprodukte, Gemüse (insbesondere milchsaure Gemüse), Obst (insbesondere frisches Obst), Dunstobst, alternative Brotaufstriche
- Vielzahl diätetischer Lebensmittel für Übergewichtige wie: mit Süßstoff gesüßte Nektare, brennwertverminderte Konfitüren, Halbfettmargarine u.a.
- Angebot an Intensivdiäten wie Molke-Kur, Saftfasten, Körner-Kuren, Schlankheitskuren
Literatur: - Ratgeber: Übergewicht; Deutscher Reform Verlag.
- Anemueller, H.: Das Grunddiätsystem; Hippokrates-Verlag.
- Fahrenkamp, S.: Die Kunst fit und nicht fett zu sein; Goldmann-Verlag.
- Bennet, W.: Vom Sinn und Unsinn der Diätkuren; Tomus-Verlag.
- Wolf, D.: Übergewicht und seine seelischen Ursachen; Pala-Verlag.
- Klever, U.: Kalorien/Joule ist die gültige Maßeinheit für Arbeit, Energie und Wärmemenge im internationalen Maßeinheitssystem. In der Ernährungswissenschaft tritt an die Stelle der Kilokalorie (kcal) das Kilojoule (kJ).
Joule-Kompass; Gräfe + Unzer Verlag.
Unter dem Begriff Arteriosklerose versteht man eine Schädigung der arteriellen Gefäße, die zu einer Verengung der Arterien und in Folge zu einer Mangeldurchblutung verschiedener Gewebe führen kann.Arteriosklerose,
Hypertonie ist eine dauerhafte Erhöhung des Blutdruckes. Die Diagnose darf erst gestellt werden, wenn wiederholte Messungen krankhafte Werte ergeben! Ein oberer (systolischer) und unterer (diastolischer) Wert, in mm Quecksilber (mmHg) angegeben, kennzeichnen den Druck, der vom Blut auf die Gefäße ausgeübt wird. Bluthochdruck,
Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen absoluten bzw. relativen Insulinmangel gekennzeichnet ist. Man unterscheidet zwei Formen des Diabetes, Typ I (früher Jugenddiabetes)und Typ II (früher Altersdiabetes). Diabetes, Diät,
Als uralte Heilmethode wird Fasten schon seit der Antike von erfahrenen Fastenärzten empfohlen. Auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten, zur Entgiftung/Entschlackung, zur Umstimmung des Stoffwechsels, zum Abnehmen und aus religiösen und meditativen Motiven fasten Menschen.
Fasten,
Gicht ist eine ererbte Stoffwechselstörung des Purin- bzw. Harnsäurestoffwechsels. Bei erhöhter Konzentration in Blut (Hyperurikämie) und Körpersäften kann die Harnsäure auskristallisieren und zu dem äußerst schmerzhaften Gichtanfall führen. Gicht, Intensivdiäten, Körpergewicht,
Seit einigen Jahren gewinnt die Molke-Kur mit Diät-Kurmolke sowohl als vorbeugende Maßnahme (z.B.: Stärkung des Stoffwechsels und des Immunsystems) als auch kurativ zur Behandlung von Stoffwechsel-, Darm-, Leber-Galle- oder Kreislaufstörungen und bei Hauterkrankungen an Bedeutung. Molke-Kur, Saftfasten
Seminar Tipp:
Schlank über Nacht