Lymphdrainage

 

 

Die Lymphdrainage – entwickelt vom dänischen Physiotherapeuten Emil Vodder – ist ein Therapieverfahren, bei dem überschüssiges Gewebswasser ausgeschwemmt werden soll. Sie zählt zu den manuellen Therapieformen.
Neben dem Blutkreislauf dient das Lymphsystem dem Abtransport von Flüssigkeit, die sich im Gewebe angesammelt hat. Es hat auch immunologische Funktionen (Lymphozyten).

Technik der Lymphdrainage:

Mit sanftem Druck der flachen Hand und rhythmischen, kreisenden oder pumpenden Bewegungen wird die Flüssigkeit in Richtung der unter der Haut liegenden Lymphgefäße verschoben. Ziel ist der Abfluss angestauter Flüssigkeit über die Lymphbahnen in den Blutkreislauf. Zudem wird das Immunsystem stimuliert.

Anwendungsgebiete:

Gegenanzeigen:

Eine Lymphdrainage sollte nicht angewendet werden bei Akuterkrankungen wie

Bedingt angewendet (relative Kontraindikationen) werden kann die Lymphdrainage bei

Bei diesen Indikationen müssen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden und die Erkrankungen/Zustände speziell berücksichtigt werden.

Ausbildung und Anwender:

Die Lymphdrainagetechnik wird in Schulen für Physiotherapie und Massage gelehrt. Ausgeführt wird sie vor allem von Masseuren und Physiotherapeuten sowie medizinischen Bademeistern.
Die Lymphdrainage wird in einer vierwöchigen Zusatzausbildung der genannten Berufsgruppen vermittelt. Die Ausbildungsinhalte sind in den Richtlinien der IKK verankert.

Die Lymphdrainage ist in Deutschland und Österreich weit verbreitet und von den Krankenkassen als Heilverfahren anerkannt.

Literatur: