Glyx-Diät

 

Die Glyx-Diät bezieht sich auf den so genannten glykämischen Index. Er ist ein Wert für die Blutzuckerwirksamkeit von Lebensmitteln.

Grundannahme der Glyx-Diät:

Im Zentrum der Glyx-Diät steht der Glykämische Index. Je höher der Glylämische Index eines Lebensmittels, desto mehr Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, um den Blutzucker in die Zellen zu schleusen. Ein hoher Insulinwert im Blut hemmt den Abbau von Körperfett und kann so auf Dauer zu Übergewicht führen. Zudem führt ein hoher Insulinausstoß zur raschen Absenkung des Blutzuckers. Ein niedriger Blutzuckerwert erzeugt ein Heißhungergefühl vor allem auf süße Speisen, der wiederum durch Kohlenhydratträger mit hohem „Glyx“ befriedigt wird. So entstehen im Tagesverlauf häufige Insulinspitzen, die den Fettabbau blockieren und langfristig zum Aufbau von Fettspeichern führen.

Lebensmittel mit hohem und niedrigem Glyx:

Der glykämische Index spielt seit einigen Jahren in der diätetischen Behandlung von Typ-1-Diabetikern eine Rolle. Mit dem GI wird die Wirksamkeit eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutglukosespiegel beschrieben. Der GI von Glucose wurde mit 100 festgesetzt, für Spagetti wird u. a. ein GI von 65 angegeben, für Äpfel u. a. 35.
Lebensmittel mit niedrigem Glyx (< 50) die empfohlen werden, sind z. B. Vollkornbrot, Vollkornmüsli ohne Zuckerzusatz, Vollkornreis, Vollkornnudeln, Erbsen, alle Hülsenfrüchte, rohe Möhren, Artischocken, Auberginen Spinat, Spargel, Mangos, Kiwis, Weintrauben, frische Aprikosen, alle Nüsse.
Lebensmittel mit hohem glykämischen Index (> 70) sind z.B. Zucker, Honig, Schokoriegel, Eiscreme, Marmelade, zuckerreiche und überreife Obstsorten sowie Trockenfrüchte.

Kritikpunkte an der Glyx-Diät:

Ob der glykämische Index wirklich ein aussagekräftiger Wert zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln ist, da er je nach untersuchter Person, der Zusammensetzung der Mahlzeit und der Sorte und Zubereitung des Lebensmittels stark schwankt.
Besser als der Glykämische Index ist die Angabe der Glykämischen Last.

Fazit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE):

"Richtig und durch experimentelle und epidemiologische Studien bewiesen ist, dass schnell resorbierbare Kohlenhydrate zu einem insgesamt höheren Blutzucker- und -insulinanstieg führen, was bei überkalorischer Ernährung die Fettsynthese und Ablagerung vorrangig im Bauchbereich (Stammfettsucht) fördert. Da die Blutzuckerwirksamkeit jedoch von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt wird, wie etwa dem Flüssigkeitsgehalt der Nahrung, der Temperatur sowie dem Fett- und Ballaststoffgehalt einer Mahlzeit, ist die Beurteilung des glykämischen Index als alleiniger Faktor der Gewichtsreduktion unsinnig".

Literatur:

Glykämischer Index, Glykämische Last, Insulin, Kohlenhydrate, Low carb