LOGI-Diät

 

 

 

LOGI steht für Low Glycemic Index, (Niedriger Glykämischer Index). Charakteristisch für die Ernährung nach LOGI ist eine niedrige Blutzuckerwirkung. Diese unterstützt einen möglichst konstanten Blutzucker­spiegel auf niedrigem Niveau. Die Fettverbrennung läuft indes auf hohem Niveau.

 

Grundannahmen der LOGI-Diät:

 

Die Zusammensetzung der Ernährung nach der LOGI-Methode ent­spricht weitgehend der Steinzeiternährung und wird daher als artgerecht bezeichnet.

Für die Ernährungsberatung nach der LOGI-Methode wurde die LOGI-Pyramide entwickelt. Sie setzt die LOGI-Methode optisch um. Stärke­freies bzw. stärkearmes Gemüse und Obst stellen die Basis der Ernährung dar. Von Salaten und Gemüse kann man täglich reichlich essen – im Prinzip so viel man kann und will. Ideal, wenn dabei der Schwerpunkt auf den stärkearmen, ballaststoffreichen Vertretern aus dieser Lebensmittelgruppe liegt. Sie sättigen am besten, und da ihr Glykämischer Index zudem äußerst niedrig ist, beeinflussen sie den Stoffwechsel in idealer Weise.

Auch Obst kann man im Prinzip reichlich essen. Ideal sind beispielsweise die verschiedenen Beerensorten. Bei sehr süßen Früchten sollten jeweils nur kleine Portionen verzehrt werden. Denn je süßer die Frucht, desto größere Mengen Zucker bzw. Kohlenhydrate können sie enthalten und so eine relativ hohe Glykämische Last bewirken. Für den Gemüse- und Obst-Konsum gilt auch bei der LOGI-Methode die bekannte "Fünf am Tag"-Empfehlung. Allerdings sollte die Gewichtung auf mindestens drei Portionen Gemüse liegen, ergänzt durch zwei Portionen Obst pro Tag.

 

Unterschiede zu anderen Diäten mit Berücksichtigung des GI:

 

Die LOGI-Methode erlaubt im Gegensatz zur Atkins-Diät auch Obst in relativ hoher Menge und selbst Vollkornprodukte oder Pasta aus Hart­weizengries werden in geringer Menge empfohlen. Das heißt: Mit LOGI werden im Gegensatz zu Atkins keine Verbote ausgesprochen. Die weit höhere Liberalität und Flexibilität fördert einerseits die Lebensqualität und andererseits wird damit die adäquate Versorgung mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und Basenbildnern problemlos erreicht. Diese Aspekte werden bei Atkins mit Recht als sehr kritisch betrachtet.

LOGI legt auch im Gegensatz zur Atkins-Diät hohen Wert auf eine optimierte Fettqualität, um die Herz-Kreislauf-Gesundheit langfristig optimal zu fördern. So wird großer Wert auf den erhöhten Konsum von Ölen mit hohem Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren gelegt.

Die LOGI-Methode ist eine kohlenhydrat-reduzierte Ernährungsweise und unterscheidet sich damit deutlich von der GLYX-Diät - und ebenfalls von der Montignac-Methode, die ja primär die Kohlenhydratqualität im Sinne der Blutzucker- und Insulinreaktion thematisieren. Beide propagieren im Prinzip also kohlenhydratreiche Kostformen.

Vielmehr kommt es neben der Qualität auch auf die Quantität der Kohlen­hydrate an! Um günstigste Effekte im Stoffwechsel und eine erfolgreiche Gewichtskontrolle zu erzielen, sollte die Zufuhr von Kohlenhydraten insgesamt gesenkt werden.

 

Kritikpunkte an der LOGI-Diät:

 

Ob der glykämische Index/die glykämische Last aussagekräftige Para­meter zur gesundheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln sind, ist umstritten.

Fazit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

"Richtig und durch experimentelle und epidemiologische Studien bewiesen ist, dass schnell resorbierbare Kohlenhydrate zu einem insgesamt höheren Blutzucker- und -insulinanstieg führen, was bei über­kalorischer Ernährung die Fettsynthese und Ablagerung vorrangig im Bauchbereich (Stammfettsucht) fördert. Da die Blutzuckerwirksamkeit jedoch von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt wird, wie etwa dem Flüssigkeitsgehalt der Nahrung, der Temperatur sowie dem Fett- und Ballaststoffgehalt einer Mahlzeit, ist die Beurteilung des glykämischen Index als alleiniger Faktor der Gewichtsreduktion unsinnig".

Literatur: