Resorption

 

Der Begriff Resorption (lat. resorbere = aufsaugen) bezeichnet die Aufnahme der bei der Verdauung von Nährstoffen anfallenden Spaltprodukte aus dem Darm in Blut oder Lymphe. Parallel verwendet wird auch der Begriff Absorption. Unter Absorption versteht man allgemein die Aufnahme von Stoffen oder Energie.
Als so genannte Resorptionsvermittler werden Lebensmittel beziehungsweise deren Inhaltsstoffe bezeichnet, die die Resorption verbessern oder erst ermöglichen.

Aktive und passive Resorption:

Bei der passiven Resorption ist kein Energieaufwand nötig. Die (Nähr-) Stoffe strömen von Orten hoher Konzentration zu solchen mit niedriger Konzentration. (Prinzip der Osmose).
Bei aktiven Resorptionsprozessen wird Stoffwechselenergie benötigt, die meist durch Spaltung des “Energiespeichers“ Adenosintriphosphat (ATP) gewonnen wird. Hierbei werden die Stoffe entgegen dem Konzentrationsgefälle transportiert.

Rückresorption:

Im Zusammenhang mit der Rücknahme von bereits abgefilterten Stoffen z.B. im Zusammenhang mit den Nieren (Nierentubuli) zurück ins Blut spricht man von Rückresorption. Auch bei der Wasseraufnahme vom Darm zurück ins Blut spricht man von Rückresorption.

Resorptionsquote:

Die Resorptionsquote bezeichnet den Anteil der verabreichten Wirkstoffmenge, der aus dem Magen-Darm-Kanal über die Darmschleimhaut aufgenommen wird und zunächst mit dem Pfortaderblut überwiegend in die Leber gelangt. Die Resorptionsquote wird in Prozent angegeben. So bedeutet eine Resorptionsquote von 20 %, dass nur 20 % des aufgenommenen Nährstoffes ins Blut aufgenommen wird!

Resorptionsvermittler:

Resorptionsvermittler sind Stoffe, die die Aufnahme von Nährstoffen verbessern. Sie können einen wesentlichen Beitrag für die Versorgung des Organismus mit essentiellen Stoffen leisten. Die bekanntesten Resorptionsvermittler sind:

Fett: bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. (Möhren z.B. zusammen mit Fett essen, da Carotin als Provitamin A fettlöslich ist.)

Fleisch: bei der Aufnahme von Eisen und Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln. Das Spurenelement Eisen liegt in tierischen Lebensmitteln als so genanntes Häm-Eisen in 2-wertiger Form vor. Die Resorptionsrate liegt hier bei ca. 20 %. Pflanzliche Lebensmittel enthalten 3-wertiges
Nicht-Häm-Eisen. Dieses wird mit etwa 7 bis 9 % in sehr viel geringerem
Maße resorbiert. Der gemeinsame Verzehr von Fleisch und pflanzlicher Kost kann die Resorptionsrate des Nicht-Häm-Eisens verdoppeln.

Vitamin C: verbessert die Bioverfügbarkeit von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln, indem es 3-wertiges Eisen zu dem besser resorbierbaren
2-wertigen Eisen reduziert. So kann der gleichzeitige Verzehr von Obst, Gemüse oder auch entsprechenden Säften mit einem hohen Gehalt an Vitamin C die Aufnahme von Eisen, beispielsweise aus Getreide, verbessern. (Apfel- oder Orangensaft zum Frühstück)

Vitamin D: bei der Aufnahme von Calcium und Phosphat im Dünndarm. Zudem ist es von Bedeutung für die Mobilisation von Calcium und Phosphat aus den Knochen sowie für die Resorption in den Nierentubuli.

Literatur:

Eisen, Fett, Vitamin C, Vitamin D