Maca

 

 

 

Maca ist eine Pflanze, die ursprünglich in den peruanischen Anden beheimatet ist und traditionell schon lange als wichtiges Lebensmittel mit stärkenden, aphrodisierenden und Energie spendenden Eigenschaften angesehen wird.

Geschichte:

Die Kultivierung von Maca erfolgt seit mindestens 2000 Jahren auf den Hochebenen um Junin in Peru. Maca war schon sehr früh ein integraler Bestandteil der Ernährung und des Handels der hohen Andenregionen. Vor allem zur Zeit des Inkareiches wurde die Pflanze als bevorzugtes Nahrungsmittel betrachtet. Die Inkas schrieben der Wurzelknolle so besondere Fähigkeiten und Eigenschaften zu, dass nur die Herrschenden und Krieger zu ihrem Verzehr berechtigt waren.
Auch die spanischen Eroberer des 16. Jahrhunderts wurden sich des Wertes der unscheinbaren Wurzelknolle schnell bewusst. Chroniken berichten, dass sie sich die Tribute der unterworfenen Bevölkerung auch in getrockneten Maca-Wurzeln entrichten ließen, um diese nach Spanien zu exportieren. Der spanische Hof der damaligen Zeit legte dementsprechend ebenfalls großen Wert auf Maca als Energie-spender und Lebensmittel mit hohem Nährwert.
Dann geriet jedoch das Wissen über die Qualitäten der Pflanze in Vergessenheit und wurde nur in einigen abgelegenen peruanischen Gegenden erhalten.

Botanik und Herkunft:

Maca ist eine kleine Wurzelknolle und gehört zur Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler). Die botanische Bezeichnung lautet Lepidium meyennii Walpert oder auch synonym Lepidium meyennii Chacón.
Die Pflanze wird etwa 20 cm hoch, hat eine Hauptwurzel sowie sekundäre Knollenwurzeln. Der oberirdisch wachsende, grüne Teil
der Pflanze wird von den Peruanern als Gemüse zubereitet. Die Wurzelknolle kann entweder frisch verzehrt, oder durch Trocknung haltbar gemacht und auch zu Mehl verarbeitet werden.
Maca wächst in den Hochebenen der peruanischen Anden und ist dort extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt. Diese beinhalten starke Temperaturschwankungen, kontinuierliche kräftige Winde und intensive UV-Strahlung durch die Höhenlage. Maca ist eine robuste Pflanze mit hoher Widerstandskraft.Der Anbau von Maca erfolgt in einem begrenzten Gebiet der peruanischen Anden in einer Höhe von 3800 m bis 5000 m über dem Meeresspiegel. Auch heute noch wird Maca in traditioneller Weise angebaut, so wie sie von den Inka von Generation zu Generation übernommen wurde. In den eher ärmeren Gebirgsregionen des peruanischen Hochlands ist Maca mittlerweile wieder zu einem wertvollen Lebensmittel und einer bedeutenden Einnahmequelle geworden.
Die Maca-Pflanze gedeiht nur auf völlig unverbrauchten Böden, was eine ständige Rotation der Felder erforderlich macht. Die frischen Maca-Wurzeln werden einzeln von Hand geerntet und zum Trocknen geschützt an der frischen Luft ausgelegt.

Wirkstoffe von Maca:

Die Maca-Wurzel enthält einen hohen Anteil biologisch hochwertiger Proteine, da sie über sämtliche essentielle Aminosäuren verfügt. Außerdem ist sie reich an Kohlenhydraten und sie verfügt über einen Anteil an Ballaststoffen. Wichtige Mineralstoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe sind ebenfalls enthalten. Im Fettsäurespektrum der Maca-Knolle finden sich wertvolle ungesättigte Fettsäuren.
Als Nahrungsergänzung stellt die Maca-Pflanze durch ihre vielseitige Zusammensetzung eine gute Energiequelle dar.

Die chemische Analyse ergibt den Nachweis biologisch aktiver aromatischer Isothiocyanate, speziell p-methoxybenzyl-Isothiozyanate, die bekannt aphrodisische Eigenschaften haben. Die weitere Analyse zeigt Glucosinolate, die möglicherweise die fruchtbarkeitsfördernden Effekte erklären.

Wirkungen:

Seit jeher wurde sie von den Peruanern bei Zuständen geistiger und physischer Ermüdung bevorzugt angewendet. Sie wird deshalb auch als Anden-Ginseng bezeichnet. Ebenso werden Maca schon seit Jahrtausenden aphrodisierende, die Libido fördernde Eigenschaften nachgesagt, was sich auch darin fortführt, dass die Knolle heute von vielen als alternatives Potenzmittel angesehen wird.

Es existiert bislang lediglich eine systematische Studie über die aphrodisischen Eigenschaften von Maca. Die Zeitschrift "Urology" veröffentlichte im April 2000 die Arbeit der chinesischen Forscher Zheng et al., die die Wirkung von Maca auf das sexuelle Verhalten von Mäusen gemessen hatten. Das Ergebnis dieser Untersuchung war: die mit Maca gefütterten Mäuse waren sexuell ca. 3-mal so "aktiv" wie die normal weitergefütterten Vergleichsmäuse. Die Forscher schließen: "Die vorliegende Studie zeigt erstmals eine aphrodisische Aktivität von L. meyenii (Maca), einer Bergpflanze der Anden."

Die Erfahrungen der Anwendungen beim Menschen zeigen, daß sich die tonisierende Wirkung von Maca über längere Zeiträume aufbaut.

Rechtlicher Status:

Zubereitungen aus Macawurzeln sind keine Arzneimittel, sie gelten als Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel.

Heilaussagen sind daher nicht erlaubt. Als "Anwendungsgebiete" werden von Herstellern genannt:

Nebenwirkungen sind nach Herstellerangaben nicht bekannt, Wechselwirkungen sind bei Hormontherape möglich! Die angegebenen Wirkungen bzw. Anwendungsgebiete sind wissenschaftlich nicht belegt, sie beziehen sich auf die traditionelle Anwendung der Macawurzel.

Maca im Reformhaus®:

Maca wird im Reformhaus® als Nahrungsergänzungsmittel angeboten:

Literatur:

* Hannes, H.: Lexikon Nahrungsergänzungsmittel im Trend;
Windpferd Verlag 1999; ISBN: 3-89385-309-X
* Jansen, G.: Lust auf Maca; Suedwest Verlag,
ISBN: 3517067067
* www.alternativen-fuer-viagra-bei-impotenz.com/maca.html