MRSA

 

 

MRSA ist die Abkürzung für eine Gruppe von Bakterien. Die genaue Bezeichnung steht für Methicillin-resistentes Staphylococcus aureus. Staphylococcus aureus ist ein weit verbreitetes Bakterium, das auf Haut und Schleimhäuten von Mensch und Tier vorkommt. Bei einer Resistenz ist dieses Bakterium nicht mit Beta-Laktam-Antibiotika zu bekämpfen. Zu dieser Antibiotikagruppe zählen Cephalosporine und Penicilline. Dies hat dramatische Konsequenzen. Nach Schätzungen von Experten gehen in Deutschland bis zu 40.000 Todesfälle pro Jahr auf das Konto solcher Resistenzen.

Unterscheidung und Auftreten von MRSA:

Je nach Vorkommen und dem Ort der Übertragung mit dem Erreger werden drei Gruppen unterschieden:

Übertragungswege und Folgen:

Am häufigsten treten Infektionen mit MRSA in Krankenhäusern auf. Die größte Risikogruppe stellen Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Krankheiten dar sowie Patienten, die Antibiotika nicht nach Vorschrift einnehmen. Die Übertragung von MRSA findet meist über den direkten Kontakt mit MRSA-Trägern oder indirekt über Gegenstände die gemeinschaftlich genutzt werden statt. Fehlende oder mangelnde Hygiene ist ein wesentlicher Faktor.
Erst wenn das Bakterium in die Haut eindringt, kommt es zu einer Reaktion. Klassischerweise führt das Eindringen in die Haut zur Eiterbildung und verursacht Furunkel und Abszesse. Bei Immunschwachen oder chronisch Kranken kann eine Infektion gravierende Folgen nach sich ziehen wie z.B. Lungenentzündungen, Harnweginfektionen oder eine Blutvergiftung (Sepsis), die tödlich enden können.

Schutzmaßnahmen:

Das oberste Ziel ist es, die Übertragung mit MRSA zu verhindern. Es wird
empfohlen, die generellen Mindestanforderungen an Hygienemaßnahmen einzuhalten. Allein dadurch ist bei Gesunden das Risiko einer Ansteckung oder auch einer Übertragung minimiert.

Besonders im Krankenhaus oder im Umgang mit Patienten die Träger des MRSA sind, ist die Desinfektion von Haut und Händen die wichtigste Schutzmaßnahme. Dabei ersetzt das Tragen von Einmalhandschuhen nicht die Desinfektion von Händen. Durch konsequentes Screening von Patienten vor der stationären Aufnahme und entsprechende Hygienemaßnahmen wurde die Häufigkeit von MRSA in niederländischen Krankenhäusern sehr stark reduziert.

MRSA und Lebensmittel:

Da das Bakterium sowohl beim Menschen als auch bei Tieren vorkommt, ist eine Infektion über rohes Fleisch nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sind die Keimgehalte in rohem Fleisch jedoch gering. Die bisher vorgekommenen und untersuchten Fälle beim Menschen haben ihren Ursprung eher durch den Kontakt mit mit MRSA infizierten Personen, die das Fleisch verarbeitet haben. Von verarbeitetem Fleisch geht kaum Gefahr aus.

Grundsätzlich sollten auch hier die wichtigsten küchenhygienischen Maßnahmen eingehalten werden. Damit sinkt auch die Gefahr einer Übertragung und Infizierung mit MRSA.

Zusammenfassung:

Literatur: