Neurodermitis

 

 

Die Neurodermitis (Neuron = Nerv, Dermitis = Hautentzündung) ist eine Hautkrankheit, die durch das Nervensystem beeinflusst wird. Sie beginnt häufig im Säuglingsalter. Sie wird auch als atopische Dermatitis oder als endogenes Ekzem bezeichnet.

Symptome:

Charakteristische Symptome sind entzündete Stellen vor allem an Gelenkbeugen (Knie, Ellbogen), Kopfhaut, Hals, Fingerbeugen, Innenseite Oberschenkel und Oberarme, Dekolleté und Handgelenken. Hinzu kommt ein Juckreiz, der die Neurodermitiker zur Verzweiflung treiben kann. Der Juckreiz ist oft so stark, dass die Erkrankten die betroffenen Hautpartien blutig kratzen.

Ursachen:

Neurodermitiker reagieren sehr sensibel auf äußere und innere Reize. Eine Vielzahl von Reizen können eine Hautreaktion auslösen, z.B.: Allergene, Stoffe in der Nahrung, Umweltreize, Stress, seelische Spannungen, Kleidungsstoffe, Baustoffe u.a. Meist spielen Allergien eine Rolle im Krankheitsverlauf der Neurodermitis. Die besondere Empfindlichkeit für Allergien bezeichnet man als Atopie.
Neue Studien haben ergeben, dass bei vielen Neurodermitikern das Darmmilieu gestört ist. Eine Darmsanierung kann angezeigt sein.

Therapie:

Auf Dauer erfolgversprechend sind ganzheitliche Behandlungsansätze, die an den verschiedenen Auslösern für einen Neurodermitisschub ansetzen. Zu einer Neurodermitisbehandlung gehören:

  1. Vollwerternährung unter Ausschaltung der allergenen Nahrungsstoffe
  2. Diagnose des Darms, gegebenenfalls eine Darmsanierung
  3. Entspannungstraining (autogenes Training, Meditation, Atemübungen, Antistresstraining)
  4. Ausschaltung unverträglicher Stoffe wie Textilien, Baustoffe, Kosmetika u.a.
  5. Zufuhr von gamma-Linolensäure (in Nachtkerzenöl und Kernöl)
  6. Evtl. Gabe von Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe)
  7. Kontakt mit Selbsthilfegruppen zum Erfahrungsaustausch

Angebote im Reformhaus® für Neurodermitiker:

Adressen und Kliniken:

Literatur:

Allergien, Darm, gamma-Linolensäure, Mineralstoffe, Vitamine, Vollwerternährung