Essentielle Fettsäuren

 

Essentielle Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die vom Körper selbst nicht aufgebaut werden können. Sie müssen daher mit der Nahrung zugeführt werden. Zu den essentiellen Fettsäuren gehören streng genommen nur die zweifach ungesättigte Linolsäure und die dreifach ungesättigte alpha-Linolensäure. Die gamma-Linolensäure, die Arachidonsäure und die Eicosapentaensäure gelten als semi-essentiell (halb-essentiell), da sie im Stoffwechsel unter bestimmten Bedingungen aus der essentiellen Linolsäure und alpha-Linolensäure aufgebaut werden können.

Funktionen der essentiellen Fettsäuren:

Cis-Fettsäuren:

Die essentiellen Fettsäuren liegen normalerweise in der so genannten cis-Form vor. Damit wird eine bestimmte räumliche Anordnung der Fettsäure nach der Doppelbindung bezeichnet.
Diese räumliche Anordnung kann sich z.B. bei der Fetthärtung verändern, so dass Trans-Fettsäuren entstehen können.
Nur in der cis-Form sind die Fettsäuren essentiell!

Bedarf an essentiellen Fettsäuren:

Allgemein werden für einen Erwachsenen mindestens 10 g pro Tag empfohlen. Schwangere und stillende Mütter haben einen wesentlich höheren Bedarf.

Vorkommen:

Linolsäure:
Linolsäuren kommen ausschließlich in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Besonders reich sind bestimmte pflanzliche Öle und die entsprechenden Samen oder Früchte:

alpha-Linolensäure: Alpha-Linolensäuren kommen vorwiegend in Pflanzenölen, besonders reich vertreten im Leinöl (58 % der Gesamtfettsäuren) vor.

Lagerung:

Essentielle Fettsäuren sind wie alle mehrfach ungesättigten Fettsäuren besonders anfällig gegenüber Luftzutritt. Um größere Verluste zu vermeiden, ist es bei der Speiseölproduktion und -lagerung sowie im Haushalt besonders wichtig, die Öle vor Licht, Wärme und Sauerstoff zu schützen.

Diätetische Hinweise:

Reformhausangebot:

Naturheilmittel / Nahrungsergänzungsmittel:

Literatur:

Cholesterin, Fettstoffwechselstörungen, Lezithin, Kernöl, Kürbiskerne, Nachtkerzenöl, Prostaglandine, Trans-Fettsäuren,