Nährstoffe

 

Nährstoffe sind die in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommenden Inhaltsstoffe, die der menschliche Organismus zum Leben benötigt.

Hauptnährstoffe:

Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß zählen zu den energieliefernden Hauptnährstoffen.

1 Gramm Kohlenhydrate = 4,1 kcal = 17 kJ
1 Gramm Fett = 9,3 kcal = 38 kJ
1 Gramm Eiweiß = 4,1 Kcal = 17 kJ

Die Hauptnährstoffe dienen nicht nur der Energieversorgung, sondern sind wichtige Baustoffe und Träger anderer Nährstoffe.

Nicht energieliefernde Nährstoffe:

Darunter fallen die Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und Wasser. Die meisten Ballaststoffe sind zwar Kohlenhydrate, haben aber für den Menschen keinen Energie- oder Brennwert.

Essentielle Nährstoffe:

sind lebens- und zufuhrnotwendige Nahrungsinhaltsstoffe. Da sie im menschlichen Stoffwechsel nicht aufgebaut werden können, sind sie bedeutende Nahrungsbestandteile und bestimmen maßgeblich die ernährungsphysiologische Qualität eines Lebensmittels, einer Kost oder einer Ernährungsform.
Essentiell sind alle Vitamine, bestimmte Mineralstoffe, 8 bis 10 Aminosäuren, Linolsäure und alpha-Linolensäure. Ein essentieller Charakter der Ballaststoffe ist umstritten. Möglicherweise gibt es noch im Bereich der sekundären Pflanzenstoffe einige nicht identifizierte essentielle Nährstoffe.

Kritische Nährstoffe:

sind Nährstoffe, deren Bedarfsdeckung in der gesamten Bevölkerung oder in bestimmten Bevölkerungsgruppen nicht sichergestellt ist. Dies gilt nach dem Ernährungsbericht von 1988 für z.B. für Vitamin B1, B2, B6 und Folsäure sowie Calcium, Eisen, Jod und Zink.

Nährstoffdichte:

Die Nährstoffdichte ist ein Maß für den ernährungsphysiologischen Wert eines Lebensmittels.

Nährstoffbedarf:

ist die kleinste Menge eines Nährstoffs, die täglich aufgenommen werden muss, um sämtliche Stoffwechselfunktionen, die zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt werden, aufrecht zu erhalten. Kinder im Wachstum, Schwangere und Stillende, Leistungssportler u.a. haben einen erhöhten Nährstoffbedarf.

Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung veröffentlichten "Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr" liegen um einiges höher (Sicherheitszuschläge) als der eigentliche Bedarf.

Literatur:

Aminosäuren, Ballaststoffe, Fett, Eiweiß, Essentielle Fettsäuren, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Nährstoffdichte, Schwangerschaft, Sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente, Stillzeit, Vitamine