Magnesium

 

 

Magnesium (Mg; Atomgewicht: 24,312; 1 mmol = 24 mg;
1 mval = 12 mg) ist ein essentieller Mineralstoff.
Benannt ist es nach der griechischen Region Magnesia in Thessalien.

Vorkommen und Körperbestand

Mg ist das achthäufigste Metall der Erdkruste und neben Kalium der bedeutendste Mineralstoff in den Zellen.
1% des Magnesiums liegt in der extrazellulären Flüssigkeit vor, der Rest in der intrazellulären. Es findet sich zu 60 % im Skelett und zu 30 % in der Muskulatur.
Die Normalwerte im Blutplasma sollten zwischen 0,7 und 1,1 mmol Mg/l liegen.
Der Magnesiumbestand bei Neugeborenen beträgt 0,7 g, bei 5jährigen 5 g und bei Erwachsenen ca. 25 g.

Empfohlene Zufuhr: (in mg/Tag)
Säuglinge männlich weiblich
0 - 4 Monate 24 24
4 - 12 Monate 60 60
Kinder    
1 - 4 Jahre 80 80
4 - 7 Jahre 120 120
7 - 10 Jahre 170 170
10 - 13 Jahre 230 250
13 - 15 Jahre 310 310
Jugendliche und Erwachsene    
15 - 19 Jahre 400 350
19 - 25 Jahre 400 310
ab 25 Jahre 350 300
Schwangere   310
Stillende   390


Quelle: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Vereinigung für Ernährung; Umschau/Braus Verlag

Versorgung mit Magnesium in Deutschland:

Die mittlere tägliche Magnesiumaufnahme wurde in der nationalen Verzehrsstudie mit 294 mg (Frauen) bzw. 365 mg (Männer) berechnet.
In einer durchschnitlichen Kost werden ca. 75 % des Magnesiums aus pflanzlichen Lebensmitteln und 25 % aus tierischen Lebensmitteln aufgenommen.
Brot, Backwaren und Nährmittel liefern in etwa ein Drittel der täglichen Magnesiumaufnahme.

Weitere Angaben:

Getränke 15 %
Milch, Milchprodukte, Käse12 %
Fleisch- und Wurstwaren 10 %
Kartoffeln 8 %
Gemüse und Salate 7 %
Obst 5 %

Wirkungen im Körper:


Aufnahme und Bioverfügbarkeit:
Die Bioverfügbarkeit von Magnesium hängt weitgehend von der Bindungsform im Lebensmittel ab. An Strukturen der Lebensmittel gebundenes Magnesium (z.B. aus Chlorophyll) muß zunächst mit Hilfe der Magensäure freigesetzt werden.
Magnesium wird im gesamten Dünndarm aufgenommen, besonders effektiv im unteren Abschnitt. Die Aufnahme ist abhängig von der Magnesiummenge und der gleichzeitigen Anwesenheit von aufnahmefördernden oder -hemmenden Nahrungsfaktoren. Die durchschnittliche Aufnahmerate aus einer gemischten Kost wurde mit 31 % (Männer) bzw. 27 % (Frauen) ermittelt.

Resorptionshemmend wirken sich aus:

Resorptionsfördernd wirken sich aus: