Phosphor

 

Phosphor (P; Atomgewicht: 30,974) liegt im Organismus in Form von Phosphat (PO4) vor, entweder als freies Phosphat oder gebunden als Baustein zahlreicher Verbindungen (z.B. Nukleinsäuren, Phospholipide wie z.B. Lezithin, ATP u.a.). Der erwachsene Mensch hat durchschnittlich einen P-Bestand von rund 700 g, wovon 70 - 80 % im Skelett liegen. Die Muskulatur enthält rund 60 g Phosphor. Der hohe P-Gehalt des Gehirns ist hauptsächlich durch Phospholipide bedingt.

Wirkungen im Körper:

Phosphor hat im Körper zahlreiche Aufgaben:

Wünschenswerte Höhe der täglichen Zufuhr:

Zufuhrempfehlung: (Phosphor mg/Tag)
 
Säuglinge und Kinder
0 - 12 Monate 250 - 500
1 - 9 Jahre 800 - 1200
10 - 14 Jahre 1400 - 1500
 
   
Jugendliche und Erwachsene
15 - 18 Jahre 1600
19 - 65 und älter 1200 - 1500
Schwangere 1600
Stillende 1700
 


Calcium und Phosphor

Der Bedarf des Erwachsenen an Phosphor steht in Beziehung zum Calciumbedarf.
Ein Ca:P-Verhältnis von 1:1 bis 1:1,2 wird als optimal angesehen.

Phosphormangel:

Mangel an Phosphat infolge einer ungenügenden Aufnahme mit der Nahrung ist nicht bekannt, da Phosphat praktisch in allen Lebensmitteln enthalten ist.

Phosphorgehalt in Lebensmitteln:

Phosphorreiche Lebensmittel:

Phosphate als Zusatzstoffe:

erfüllen in der industriellen Lebensmittelherstellung unterschiedliche Funktionen:

Verwendet werden:

Kennzeichnung von Phosphat als Zusatzstoff:

Bei Fleischerzeugnissen ist der Zusatz durch die Angabe mit "Phosphat" kenntlich zu machen. In der Zutatenliste verpackter Lebensmittel erscheint der Klassenname, der sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck richtet und die genaue Bezeichnung der E-Nummer des jeweiligen Phosphats.

Bewertung von Phosphat als Zusatzstoff:

Wiederholt waren die Phosphatzusätze Gegenstand kontroverser Diskussionen. Mögliche Gefahren sind wissenschaftlich umstritten.
So soll eine hohe Aufnahme von Phosphat Verhaltensstörungen und Konzentrationsschwäche bei Kindern hervorrufen können (Hyperkinetisches Syndrom). Hierzu liegen widersprüchliche Untersuchungen vor.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist jedoch in ihrem Ernährungsbericht 1980 darauf hin, dass hohe Phosphataufnahmen möglicherweise hormonelle Regulationsstörungen auslösen, die z.B. den Mineralstoffumsatz im Skelett beeinflussen. Die Kombination von hoher Phosphatzufuhr und nicht voll gedecktem Calciumbedarf kann die Ausbildung von Kalkarmut im Skelett begünstigen (Osteoporose, Knochenbrüchigkeit). Polyphosphate werden nur zu etwa einem Drittel bis zur Hälfte in ihre Baustein (Monophosphate) aufgespalten und resorbiert. Nur in dieser Form sind sie physiologisch als Mineralstoff wirksam. Polyphosphate verbinden sich allerdings bevorzugt mit Calcium zu unlöslichen Komplexen, bevor sie ausgeschieden werden. Es ist noch unklar, inwieweit die Calciumaufnahme dadurch beeinträchtigt wird. Als Schmelzsalz und Verdickungsmittel können Phosphate durch andere Zusatzstoffe ersetzt werden!

Phosphat als Zusatzstoff in Lebensmitteln des neuform Vertragswarensortimentes:

Phosphate als Zusatzstoffe sind in Lebensmitteln des neuform-Vertragswarensortimentes nicht erlaubt!

Literatur:

Calcium, Dickungsmittel, Osteoporose, Schmelzsalze, Zusatzstoffe