Hülsenfrüchte

 

Hülsenfrüchte ist die handelsübliche Bezeichnung der reifen, essbaren Samen aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Leguminosae). Hierzu gehören Bohnen, Erbsen, Linsen und Sojabohnen als wichtigste Nahrungspflanzen. Auch die Erdnuss zählt botanisch zu den Hülsenfrüchten. Im Handel wird sie aber als Schalenfrucht bezeichnet.

Inhaltsstoffe von 100 g getrockneten Hülsenfrüchten im Durchschnitt:

 
Eiweiß: 25 - 30 g
Fett: 2-3 g
 
   
Kohlenhydrate: 60 - 68 g
 
Vitamine:   v.a. B1, B2, B6 und Folsäure
Mineralstoffe:   v.a. Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium


Schädliche Inhaltsstoffe:

Hülsenfrüchte enthalten eine Reihe gesundheitsschädigender Substanzen, die jedoch bei der Verarbeitung und einer sachgemäßen Zubereitung (Kochen, Keimen, Milchsäuregärung) größtenteils zerstört werden. Dies sind:

Bedeutung für die menschliche Ernährung:

Hülsenfrüchte sind wertvolle Nahrungsmittel, die vor allem in Ländern der 3. Welt einen wesentlichen Beitrag zur Nahrungs-, speziell Eiweißversorgung der Bevölkerung leisten. Auch in der vegetarischen Ernährung haben sie eine große Bedeutung als Eiweißlieferant. Die durchschnittliche Verzehrsmenge liegt bei 1 kg pro Kopf und Jahr.

positiv zu bewerten:

negativ zu beurteilen:

Verwendung/Küchentechnik:

In der Regel werden die reifen, getrockneten oder als Konserve bzw. Tiefkühlware angebotenen Hülsenfrüchte gegart bzw. erhitzt und als Gemüsebeilage, Eintopfgrundlage und in Salaten genossen. Getrocknete Hülsenfrüchte haben eine lange Garzeit, die durch das Garen im Dampfdrucktopf stark reduziert werden kann. Vor dem Garen lässt man sie über Nacht in Wasser quellen. Das Einweichwasser sollte man immer wegschütten.

Empfehlungen für die erfolgreiche Hülsenfrüchte:
Einweichwasser abgießen, dann garen die Hülsenfrüchte besser (Ausnahme: Badischer Linseneintopf). Bei Eintöpfen und Suppen: Hülsenfrüchte separat garen und kurz vor Ende der Kochzeit zu den anderen Zutaten geben. Das schont durch die kürzere Garzeit die Vitamine im Gemüse, Getreide und den anderen Beigaben.
Wassermenge und Kochzeit sollten großzügig bemessen werden. Werden Hülsenfrüchte in zu wenig Wasser gegart, brennen sie leicht an. Die Hülsenfrüchte sollten gut durchgegart sein, damit sie für die Verdauung bestens aufgeschlossen sind. Säure und Kochsalz erst am Ende der Garzeit zugeben, sonst werden die Hülsenfrüchte nicht weich.

weiteres unter: Bohnen, Erbsen, Linsen

Produkte aus Hülsenfrüchten:

Industriell werden Hülsenfrüchte zu Konserven, Sauergemüse,Tiefkühlkost und Mehl verarbeitet. Linsen werden hauptsächlich in getrocknetem Zustand angeboten. Getrocknete Hülsenfrüchte werden während der Lagerung mit Insektenbekämpfungsmitteln begast (Begasung). Von daher sollte man Ware aus ökologischem Landbau vorziehen.

Angebot und Besonderes an Hülsenfrüchten aus dem Reformhaus:

Literatur:

Bohnen, Diabetes, Erbsen, Erdnüsse, Gicht, Keimsprossen, Linsen, Nüsse, ökologischer Landbau, Purine, Soja