Noni

 

 

Noni ist die Frucht des indischen Maulbeerbaumes (Morinda citrifolia), der meist wild auf den pazifischen Inseln wächst. Der Frucht werden aus der Volksmedizin stammende Heilwirkungen nachgesagt.

Botanik:

Der botanische Name Morinda citrifolia bedeutet Zitronenblättrige Morinda. Die Gattung gehört zu der weltweit verbreiteten Familie der Rubiaceen. Etwa 80 Arten dieser Pflanzenfamilie sind bekannt. Jedoch nur 20 Morindaarten wurden bis heute wirtschaftlich, medizinisch oder rituell genutzt. Noni wird in Kulturen eher ein Busch gezogen, kann aber als Baum eine Höhe von über 6 m erreichen. Seine Blätter sind immergrün, und seine Fruchtverbände tragen 12 Monate Früchte.

Die Früchte haben eine eiförmige Gestalt von blass grüner Farbe. Unreif sind sie glasig-weiß. In diesem Zustand sind sie zwar wenig schmackhaft aber sehr nahrhaft und werden so gerne verzehrt.
Die reifen Früchte werden weiterverarbeitet und bilden die Grundlage für verschiedene Zubereitungen.

Inhaltsstoffe von Noni:

Inhaltsstoffe von Noni-Saft je 100 g

verw. Kohlenhydrate

3,1 g

  Brennwert

13 kcal

Eiweiß

0,2 g

     

Fett

< 0,1 g

     

Vitamine: vor allem Vitamin C: 147 mg
Mineralstoffe: vor allem Kalium (270 mg)

Quelle: firmeneigene Angaben

Als wichtiger sekundärer Pflanzeninhaltsstoff wird idas Proxeronin, eine Vorstufe des Xeronin ausgelobt. Die Existenz von "Xeronin" wurde in den 60er Jahren bei der Untersuchung der Ananas postuliert, ist allerdings heute nicht nachgewiesen.

Verwendung von Noni:

Die Noni-Frucht wird in der ayurvedischen Gesundheitslehre Indiens, sowie in der davon völlig unabhängigen hawaiianischen traditionellen Heilslehre als pflanzliche Medizin genutzt. Die amerikanische Firma "Morinda" forscht auf dem Gebiet der Noni-Frucht und verarbeitet seit 1996 auf Tahiti die Früchte zu Fruchtkonzentrat, wobei der bittere Geschmack der Noni-Früchte durch Heidelbeer- und Traubensaft-Zusatz kompensiert wird.
Laut Herstellerempfehlungen sollte Noni-Saft eine halbe Stunde vor dem Frühstück getrunken werden, damit er schnell den Magen passieren und in den Darm gelangen kann, wo dann die aktive Form des Xeronins gebildet wird. Ebenso sollte Noni-Saft nicht mit Kaffee, Tabak und Alkohol zusammen verzehrt werden.

Rechtlicher Status von Noni:

Noni-Saft darf seit 2003 in Deutschland verkauft werden. In der Europäischen Union (EU) gelten Zubereitungen aus Noni-Früchten als neuartige Lebensmittel. Im Rahmen eines Zulassungsverfahrens hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission (SCF) eine Sicherheitsbewertung vorgenommen und ist zu der Einschätzung gelangt, dass der Verzehr in der vom Antragsteller empfohlenen Menge von 30 ml pro Tag gesundheitlich unbedenklich ist. Im Genehmigungsverfahren wurde ausdrücklich festgestellt, dass es keinen Beweis für eine besondere gesundheitsfördernde Wirkung von Noni-Saft im Vergleich zu anderen Fruchtsäften gibt.
Bisher sind in der EU ausschließlich Saft und Saftkonzentrat zugelassen. Es werden aber auch Honigsüße, Konfekt und Noni-Blättertee angeboten. Für diese Produkte gibt es keine Zulassung.
Da Noni kein Arzneimittel ist, dürfen keinerlei arzneiliche Aussagen getroffen werden!

Literatur:

Obst