Thaumatin

 

Thaumatin ist ein Süßstoff natürlichen Ursprungs, der traditionell aus einem afrikanischen Baum gewonnen wird. Seine E Nummer ist 957.

Herstellung:

Gewonnen wird Thaumatin aus dem Samen der westafrikanischen Pflanze Thaumatococcus danielli Benth. Die Ausbeute ist gering (1 kg Früchte ergeben 6 g Thaumatin) und ein Anbau der tropischen Pflanze in Europa nicht möglich. Es wird daher versucht, alternative Möglichkeiten zur Herstellung von Thaumatin zu entwickeln.

Möglich ist die biotechnische Herstellung unter Einsatz gentechnisch veränderter Mikroorganismen.

Chemische Zusammensetzung und Süßkraft:

Er ist ein Gemisch aus zwei Proteinen (Thaumatin I und II). Die Süßkraft von Thaumatin ist mit dem 2500-fachen gegenüber Haushaltszucker (Saccharose) sehr hoch. Daher wird Thaumatin nur in kleinen Mengen verwendet.

Eigenschaften von Thaumatin:

Lebensmittelrechtlicher Status:

Thaumatin zählt zu den Süßstoffen. Süßstoffe sind Zusatzstoffe, deren Einsatz und Verwendung in der Zusatzstoff-Zulassungs-Verordnung (ZZulV) geregelt ist.

Thaumatin ist für bestimmte Lebensmittel zugelassen wie z.B. Kaugummi, Speiseeis und Süßwaren ohne Zuckerzusatz.

Alle für Thaumatin zugelassenen Lebensmittel sind in der ZZulV
(Anlage 2 Teil B) aufgelistet. Die Höchstmenge liegt je nach Anwendungsgebiet bei 50 bis 400 mg/kg bzw. mg/l. Der jeweilige Produktname ist mit dem Hinweise "mit Süßungsmitteln" zu ergänzen.

Thaumatin wird verwendet für:

Bedeutung für die menschliche Ernährung:

Süßstoffe

Thaumatin gilt als unbedenklich – insbesondere bei den geringen Mengen wie sie als Lebensmittel-Zusatzstoff verwendet werden.
Ein ADI-Wert wurde nicht festgelegt.

ADI = Acceptable daily intake = Menge eines Stoffes, die bei täglicher, lebenslanger Aufnahme als wissenschaftlich unbedenklich gilt!

Thaumatin im Reformhaus:

Nach den neuform-Qualitätsrichtlinien sind die für Lebensmittel gesetzlich erlaubten Süßstoffe in diätetischen Lebensmitteln des Reformhauses ebenfalls erlaubt, somit auch Thaumatin.

Literatur: