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Blütenpollen

Die Verwendung von Blütenpollen als Stärkungsmittel ist seit rund 50 Jahren gebräuchlich. Sie basiert hauptsächlich auf Empfehlungen von Imkern. Pro Jahr werden in Deutschland rund 450 t Blütenpollen gehandelt.

Biologische Funktion:

Blütenpollen sind die Träger des männlichen Erbgutes einer Pflanze. Sie müssen für die Befruchtung auf die Narbe einer Blüte übertragen werden. Wenn die Blüte aufgeblüht ist, öffnet sich der Staubbeutel und die enthaltenen Pollensäcke setzen den Pollen frei.
Die Übertragung von Pollen (Bestäubung) erfolgt entweder direkt, meist aber indirekt.
Bei der direkten Bestäubung fällt Pollen auf die Narbe derselben Blüte, bei der indirekten Bestäubung wird Pollen durch Wind oder Insekten auf die Narben anderer Blüten übertragen.

Gewinnung:

Blütenpollen werden von den Bienen gesammelt und bei deren Heimkehr in den Bienenstock durch geeignete Vorrichtungen (Pollenfallen) am Einflugloch abgestreift. Der mit der Pollenfalle gewonnene Blütenpollen wird sofort getrocknet und von groben Verunreinigungen befreit. Anschließend erfolgt durch Windsichtung eine Reinigung von leichteren Bestandteilen. Die Blütenpollen werden u.a. auf chlorierte Kohlenwasserstoffe untersucht und entsprechen den Anforderungen der Pflanzenschutzmittel-Höchstmengenverordnung.

Spezielle Verarbeitung der Pollen:

Bei den mikrofein aufgeschlossenen Pollen werden rund 80 % der winzigen Pollenkörner
(ca. 0,00003 cm) durch Tieftemperatur-Mahlung bei -50 °C bis -70 °C aufgeschlossen.
Ein 80%iger Aufschluss ist angesichts der geringen Pollengröße eine sehr gute Ausbeute.
Das Mikronisierungsverfahren soll eine bessere Verdauung und damit Resorption der Pollen gewährleisten.

Inhaltsstoffe:

Art und Menge der Polleninhaltsstoffe unterliegen je nach Herkunft und Erntezeitpunkt starken Schwankungen.

Hauptinhaltsstoffe sind: Vitamingehalt von Blütenpollen: Quelle: Schilcher, H., Gärtner, Ch.: Blütenpollen; Zeitschrift für Phytotherapie 11, 77-80 (1990).

Blütenpollen werden verwendet:

Beim gesunden Menschen: Durch pharmakologische und klinische Studien belegt sind positive Wirkungen von Blütenpollen bei folgenden Krankheitszuständen: Orale Hyposensibilisierung mit Blütenpollen:

Die orale Hyposensibilisierung (Allergien) mit Blütenpollen bei Heuschnupfen ist nach wie vor umstritten.
Hierzu einige Gründe: Darreichungsformen im Reformhaus:

Granulat, Pulver, Kapseln (Arzneimittel)

Das Besondere von Blütenpollen im neuform-Vertragswarensortiment: Sonstiges:

Blütenpollen, bei denen die Pollen von verschiedenen Pflanzenarten (Mischtrachten) stammen, sind durch die Vielfalt ihrer Inhaltsstoffe ernährungsphysiologisch hochwertiger als "Monopollen".

Literatur: Allergie, Magersucht, Schwangerschaft, Stillzeit
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