Propolis
Propolis ist das Kittharz, das von den Bienen zur Abdichtung ihres Stockes und zur Abwehr von Mikroorganismen (Pilzen, Bakterien, Viren) produziert wird. In der Naturheilkunde wird Propolis zur Vorbeugung und Heilung verschiedener Erkrankungen empfohlen.
Biologische Funktionen und Erzeugung von Propolis:Die Bienen verkitten mit Propolis ihren Stock zum Schutz gegen Feuchtigkeit, Zugluft, gegen das Eindringen von Pilzen, Krankheitskeimen und Fremdkörpern. Außerdem desinfizieren sie Brutzellen und kapseln Verwesungsherde mit Propolis ab. Ein solcher Infektionsschutz ist notwendig, da die Biene auf engstem Raum mit 60.000 bis 90.000 Artgenossen zusammenleben muss.
Sie entnehmen den Grundstoff der Propolis - frei übersetzt bedeutet Propolis "Burgenschutz" - aus natürlichen Quellen wie Nadelhölzern und den Knospen von Laubbäumen, besonders von Pappeln und
Als Zierbaum wird die Rosskastanie häufig an Alleen, Straßen und in Parks angebaut. In Mitteleuropa kommt sie wild nicht vor.
Rosskastanie. Diesem Grundstoff mischt die Biene ähnlich wie beim
Honig ist das älteste natürliche Süßungsmittel. Honig wird von Bienen aus Blütennektar oder dem so genannten Honigtau hergestellt. Bienenhonig war Jahrtausende das einzige intensiv süß schmeckende Produkt, das dem Menschen zur Verfügung stand.
Honig und der Wachserzeugung -
Enzyme (alter Begriff: Fermente) sind hochaktive Eiweißstoffe, die biochemische Reaktionen stark beschleunigen oder erst ermöglichen. Auf diese Weise regulieren sie viele Stoffwechselvorgänge. Zusammen mit Vitaminen und Hormonen werden sie häufig auch als Wirkstoffe bezeichnet.Enzyme aus ihrem Magensaft und Speichel bei, bis der Kittharz entsteht. Ein Bienenstock produziert etwa 60 g Propolis pro Jahr.
Inhaltsstoffe von Propolis:Im Propolis sind zahlreiche Stoffe gefunden worden. Die wichtigsten sind Harze, Wachse, etherische Öle,
Flavonoide sind meist gelb gefärbte Naturstoffe.
Es handelt sich meist um gelb gefärbte (flavus=gelb), in heißem Wasser, besser in Alkohol, lösliche Naturstoffe. Trocken aufbewahrte Flavonoiddrogen verlieren nach längerer Lagerung nicht an Wirksamkeit. Flavonoide, Phenolcarbonsäuren und geringe Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen. Als Hauptwirkstoffe werden die Flavonoide angesehen. Im Propolis sind ca. 20 bis 30 verschiedene Flavonoide (z.B. Kämpferin, Quercetin, Myricetin, Apigenin, Luteolin) in erheblicher Konzentration enthalten.
Wirkungen und Anwendungsgebiete von Propolis:Schon in einigen antiken, medizinischen Schriften wurde Propolis erwähnt. Ägyptische Priester benutzten Propolis in der Medizin und zur Mumifizierung von Leichen. Das Kittharz wurde hauptsächlich bei schlecht heilenden Wunden und Entzündungen, besonders in der Mundhöhle, verwendet.
Neuere Studien über Propolis zeigen deutliche Wirkungen gegen das Wachstum von Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien und Viren. Der dänische Biologe K. Lund Aagaard führte hierzu acht große Versuchsreihen mit weit über 70.000 Probanden in Skandinavien durch. Dänische Forscher testeten Propolis gegen 39 Bakterienstämme und 20 Schmarotzerpilze. Davon wurden 24 Bakterienstämme in ihrem Wachstum gehemmt und alle 20 Pilzarten abgetötet.
Bevorzugte Anwendungsgebiete für Propolis sind daher die Vorbeugung und die Behandlung grippaler Infekte oder Infektionen der Atemwege. Russische Studien zeigten zudem Erfolge bei verschiedenen Entzündungen von Niere, Blase, Prostata und im Magen-Darm-Trakt.
Propolis wirkt außerdem tonisierend bei Eschöpfungszuständen und steigert die körpereigenen Abwehrkräfte. Die Anwendung als Geriatrikum (Mittel gegen vorzeitiges Altern) wird ebenfalls hervorgehoben.
Propolis im Reformhaus:Propolis wird im Reformhaus einzeln oder in Kombination mit anderen Naturstoffen (z.B. Blütenpollen, Gelee royale) angeboten. Bevorzugte Darreichungsformen sind Kapseln und Dragees.
Literatur: - Aagard, Lund K.: Propolis; Mentor Verlag Dänemark.
- Lynkeus: Propolis - Kittharz der Honigbienen - am Gabentisch der Natur; "Der Deutsche Apotheker" Nr. 4, April 1980, 32. Jahrgang.
- Scholz, H.: Erhöhter Infektionsschutz durch Propolis; besseres Leben 5-6/85.
Blütenpollen,
Konfitüren sind haltbar gemachte Obsterzeugnisse, die in erster Linie als süße Brotaufstriche gegessen werden. Traditionell werden sie durch das Einkochen von Früchten bzw. Fruchtsaft mit dem Geliermittel Pektin und einem hohen Anteil an Industriezucker hergestellt. Gelee royale