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Wellness

Der Begriff Wellness wurde bereits in den 50er Jahren des 20. Jahr­hunderts von dem amerikanischen Sozialmediziner Halbert L. Dunn geprägt. Er setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern “Fitness“ und “well being“. “Aus dieser Zeit stammt auch die bis heute gültige und korrekte Definition des Begriffes als Kombination aus (objektiv) guter Gesundheit und (subjektiv) erlebtem Wohlbefinden.“   

Wellness-Definitionen:

 Der Begriff Wellness ist nicht geschützt. Daher existieren verschiedene Definitionen und Meinungen zum Begriff und den Inhalten von Wellness.
Wellness ist ein aktives und selbst verantwortliches Bemühen um die eigene Gesundheit, mit dem Ziel, ein Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele herzustellen, einen Zustand von Wohlbefinden und guter Gesundheit.“ (Verbraucher-Zentrale NRW, Düsseldorf)
Nach dem Deutschen Wellness-Verband und der Europäischen Well­ness-Union “ist Wellness das Ergebnis einer harmonischen Wechsel­beziehung von Körper, Geist und Seele innerhalb des privaten, gesellschaftlichen sowie natürlichen Umfeldes.“

Elemente von Wellness:

In den meisten Wellnesskonzepten findet man Angebote zur gesundheits­orientierten Bewegung, zur gesunden Ernährung sowie zur Entspannung und Stressbewältigung. Darüber hinaus werden soziale Beziehungen, Umweltbewusstsein, persönliche Werte, Lebensziele/Lebenssinn sowie der Umgang mit Gefühlen angesprochen.
Das Wellness-Barometer“ der Europäischen Wellness Union umfasst folgende sechs Bereiche: 

Medical Wellness:

Bei der so genannten Medical Wellness sollen medizinisch relevante Ziele durch eine differentialdiagnostisch begründete Wahl von Ver­haltens- und Einstellungsänderungen – kurz: Lebensstiländerungen –  erreicht werden. Hierbei spielen passiv erfahrene (ärztliche) Behand­lungen - wenn überhaupt - nur eine marginale Rolle. Im Zentrum stehen alltagsrelevante Verhaltensweisen und Einstellungen, die im Sinne einer besseren Gesundheit modifikationsbedürftig sind.“ (Quelle: Deutscher Wellness Verband)

Wellness verwandte Konzepte:

Das Wellness-Konzept beinhaltet primär Angebote und Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil, der auch von älteren ganzheitlichen Gesund­heitsansätzen wie z.B. den Lehren von Hippokrates, Hildegard von Bingen, der Ordnungstherapie von Bircher Benner oder der Kneipp'schen Gesundheitslehre propagiert wird.
Parallelen finden sich auch in dem Salutogenese-Konzept von Aaron Antonovsky, der anstelle von krank machenden Risikofaktoren (patho­genetischer Ansatz) die gesund erhaltenden Verhaltensweisen und Lebenseinstellungen in den Vordergrund stellt!

Grundprinzipien von Wellness:

Ein an Wellness orientierter Lebensstil ist stark individuell auf die eigenen Bedürfnisse und Körpersignale ausgerichtet, er ist weniger funktionell mechanistisch bzw. leistungsorientiert. Folgende grundlegenden Prinzipien sollten beachtet werden:

  • Weniger ist oft mehr! Verminderung von Belastungen, Befreiung von Überflüssigem ( unnötigen Verpflichtungen, Terminen, Aktivitäten, Sammelleidenschaften, Kleidern, Möbeln) im Sinne von entrümpeln“.
  • Konzentration der Energie auf die wichtigsten Dinge, die  den persönlichen Lebens- und Wertvorstellungen entsprechen und näher bringen.
  • Wechsel zwischen Phasen der Anspannung und Entspannung, zwischen Zeiten außen orientierter Aktivitäten und Zeiten des Rückzugs und Alleinseins, in denen Körper und Seele sich  entspannen und erlebtes verarbeitet wird. Wahrnehmung von Körpersignalen.
  • Ausprobieren verschiedener Verfahren, um den eigenen Weg zu Gesundheit und Fitness zu finden und die Lebensqualität zu erhöhen.
  • Verhaltensänderung in kleinen Schritten. Realistische Ziele setzen und auch kleine Fortschritte wertschätzen.

Tourismus und Wellness:

Während sich die Wellnessbewegung in den USA zunächst in Firmen, Krankenhäusern und Universitäten, dann auch im Alltag der Bürger etabliert hat, sind  Wellness-Angebote im deutschsprachigen Raum vor allem im Tourismus zu finden.
Der Wellness-Tourismus ist eine der Reiseformen, die aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage über ein erhebliches Entwicklungspotential verfügt.
Dabei lässt sich der Wellness-Tourismus kaum eindeutig definieren. Vielmehr umfasst er eine weite Spanne an verschiedenartigen Ge­sund­heitsorientierten Angeboten aus unterschiedlichen Bereichen, vom Kurbad über Fitness-Reisen bis hin zu Anti-Aging-Programmen.

Interessant an den Angeboten aus dem Gesundheits-/Wellnessbereich ist, dass sie sich in jegliche Arten von touristischen Leistungen einbauen lassen. Ob es sich um Fernreisen oder Kurztrips, um Kreuzfahrtschiffe oder Familienhotels handelt, eine Zusatzleistung aus dem Wellness-Bereich ist ein einfach integrierbarer Baustein.

Prüfkriterien für Wellness-Hotels:

Verschiedene Verbände im deutschsprachigen Raum unterziehen Hotels mit  “Wellnessanspruch“ diversen Prüfkriterien und vergeben Prüfsiegel. Die Wichtigsten sind:

 Deutscher Wellness Verband: www.wellnessverband.de

 Wellness Hotels Deutschland: http://www.w-h-d.de/

  Hotelverband Deutschland: http://www.hotellerie.de/

 Wellvital in Bayern: http://www.bayern.by

 Best Health Austria: http://www.besthealthaustria.com/bha/

  Christian Werner, Relax Guide: http://www.relax-guide.de/

Literatur und Adressen:

  • Deutscher Wellness Verband: http://www.wellnessverband.de/
  • Verbraucher Zentrale NRW: Gesucht: Wellness; Was ist drin und dran; Verbraucher Zentrale NRW Düsseldorf 2001
  • Koch, I., Spieler, H.: Wellness-Gästebetreuung; WellTeam-Verlag 2001
Akademie Gesundes Leben - Gotische Strasse 15 - 61440 Oberursel/Taunus,
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