Detox

Detox leitet sich vom lateinischen Fremdwort "Detoxifikation" ab, was "Entgiftung" bedeutet. Detox steht für einen Gesundheitstrend, der die aktive Entfernung von Gift- und Schadstoffen aus dem Körper mit Hilfe von Detox-Produkten, -diäten und -kuren propagiert.

Entstehung und Hintergrund des Detox-Trends

Im Laufe des Lebens nehmen Menschen eine Vielzahl von körperfremden Stoffen (Xenobiotika) auf, die in den Hauptentgiftungs- und ausscheidungsorganen Leber, Darm, Haut und Nieren biochemisch verändert und ausgeschieden werden.
Die Liste solcher Stoffe ist im Industriezeitalter sehr lang und umfasst Schadstoffe wie Acrylamid, Dioxine, Medikamentenrückstände, Mikroplastik, Pestizide, toxische Schwermetalle, Weichmacher und vieles mehr.
Mit dem medizinisch umstrittenen Begriff „Schlacken“ bezeichnete der Fastenarzt Otto Buchinger im Körper abgelagerte Fremd- und Schadstoffe, die durch geeignete Entgiftungskuren bzw. Fastenkuren ausgeleitet werden sollten.
In der medizinischen Fachwelt wird der Begriff „Schlacken“ als unwissenschaftlich abgelehnt, da Schlacken eine Bezeichnung für nicht verbrannte Rückstände in Kohleöfen und bei der Verhüttung von Erzen ist. Schlacken gibt es nach Ansicht der naturwissenschaftlich orientierten Mediziner nicht. Sie halten zudem die Entgiftungsleistung des Körpers und seiner Organe für völlig ausreichend.
Ungeachtet dieser kritischen Bewertung wird der Begriff Detox in großem Stil mit zahlreichen Produkten, Detoxkuren und Detoxdiäten vermarktet. So gehörte der Lifestyletrend „Black-Detox“ mit einem Zusatz von Aktivkohle in Lebensmitteln nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zu den im Jahre 2017 erfolgreichsten Marketingtrends im Gesundheitsbereich.

Ziele von Detox

Infolge der verstärkten Ausschleusung gesundheitlich nicht zuträglicher Stoffe mittels verschiedener Detoxprodukte und –anwendungen soll eine Vielzahl von Symptomen beseitigt oder zumindest gelindert werden wie z.B. allergische Symptome, Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Schlafprobleme, eine höhere Infektanfälligkeit und vieles mehr. Die genannten Symptome sind häufig unspezifisch und können auf vielfältige Ursachen zurückgeführt werden. Ein Argument, das für den Sinn von Detoxmaßnahmen angeführt wird, ist die Belastung mit Umweltschadstoffen, die nach WHO-Angaben für 25 % aller Krankheiten und Todesfälle zumindest eine Mitursache darstellt.

Ansatzpunkte von Detox

Die meisten Detoxprodukte und –kuren lassen sich auf folgende Grundansätze zurückführen:

  1. Bindung und anschließende Ausscheidung von Gift-/Schadstoffen mit Adsorbentien, das sind Stoffe, die eine hohe Bindungsfähigkeit haben
  2. Anregung des Stoffwechsels mit "Superfoods"
  3. Schaffung eines basischen Milieus, um ein Übermaß an Säuren auszuscheiden (Basenfasten)
  4. Verstärkung der Ausscheidungsfunktion vor allem von Darm, Haut und Nieren
  5. Unterstützung der Leber in ihrer Entgiftungsleistung
  6. Fastenkuren mit oder ohne spezielle Detox-Produkte

 
Zu 1.: Bindung von Gift- und Schadstoffen

Im Vordergrund stehen hier Stoffe mit einer hohen Oberflächenaktivität wie z.B. Aktivkohle, Heilerde und Bentonit/Zeolith. Die hohe Oberflächenaktivität, bedingt durch eine Vielzahl kleiner Teilchen und eine Art Schwammstruktur, ist die Voraussetzung für eine hohe Fähigkeit unerwünschte Stoffe zu binden. Mikroalgen wie Chlorella und Spirulina werden ebenfalls häufig als Detoxprodukte mit hoher Bindungsfähigkeit beworben.

Die genannten Substanzen können tatsächlich unerwünschte Stoffe und/oder Keime binden und zu ihrer Ausscheidung beitragen. Ein seit 2017 populärer Detoxtrend ist „Black-Detox“, bei dem Aktivkohle Lebensmitteln wie Eis, Nudeln, Smoothies u.v.m. als „Bindungsmittel“ zugegeben wird. Kohletabletten haben eine lange Tradition vor allem bei Fernreisen, bei denen es häufig zum Kontakt mit Durchfallerregern kommt.
Erlaubt ist Pflanzenkohle als schwarzer Farbstoff E 153 mit dem Vermerk „quantum satis“, d.h. es wird keine Höchstmenge angegeben. Erlaubt ist die Menge, die für eine ausreichende Färbung z.B. von Lakritz notwendig ist. Nach Berechnungen kann die aufgenommene Dosis von Aktivkohle als „Black-Detox-Zugabe“ in Lebensmitteln das Mehrfache der Dosierung im Vergleich zu Kohletabletten gegen Durchfall erreichen.
Werden gelegentlich derart gefärbte Lebensmittel gegessen, ist dies in der Regel ungefährlich. Bei täglichem Verzehr und hoher Dosierung sind jedoch unerwünschte Wirkungen möglich. Im Vordergrund steht die Bindung von essentiellen Stoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen, die dann nicht im Darm resorbiert werden. Auch die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten ist problematisch, da auch diese nicht in der arzneilich notwendigen Dosis aufgenommen werden können.

Als Adsorbens hat Heilerde eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Sie wird in verschiedenen Feinheitsstufen (ultra, 1 und 2) angeboten und sowohl innerlich als auch äußerlich zur Bindung von unerwünschten Stoffen angewendet. Laut Herstellerangaben werden Gifte von Bakterien und Schimmelpilzen, radioaktive Stoffe (Cäsium), Weichmacher (Phtalate) und Schwermetalle im Darm gebunden und ausgeführt. Im Unterschied zu Kohle enthält Heilerde Mineralstoffe, die mit der Einnahme von Heilerde zugeführt und nicht, wie bei Kohle, gebunden und ausgeschieden werden.
Dieser Vorteil wird auch den Adsorbentien Bentonit und Zeolith zugeschrieben, die als Medizinprodukte (siehe rechtliche Einstufung) eine starke Rolle als Detoxmittel spielen. 

Algen, insbesondere die Mikroalgen Chlorella und Spirulina zeichnen sich ebenfalls durch eine hohe Bindungsfähigkeit für z.B. Schwermetalle aus. Daher werden Chlorella und Spirulina als Detoxmittel ausgelobt. Voraussetzung für einen solchen Effekt ist die Reinheit und Schadstofffreiheit. Bei belasteten Algenprodukten kann es zu einer vermehrten Aufnahme unerwünschter Stoffe kommen. Daher sollten hier keinesfalls Produkte gekauft werden, deren Qualitätsstandards nicht überprüft werden können.

Zu. 2.: Anregung des Stoffwechsels mit "Superfoods"

Empfohlen werden Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte und reichlich Antioxidantien, also vor allem Gemüse und Obst. Eine Sonderstellung nehmen im Detoxtrend die Grünen Smoothies ein. Der grüne Farbstoff Chlorophyll wird ernährungsphysiologisch besonders herausgestellt. Als „magische Grüne Smoothies-Formel“ sollen in einer typischen Rezeptur 500 g Früchte (2 – 3 ganze Früchte), 100 – 200 g Pflanzengrün (2 große Handvoll) und 350 ml Wasser in einem Standmixer zu einem Smoothie verquirlt werden. Ein hoher Gemüse-und Obstkonsum entspricht auch den Empfehlungen fast aller Ernährungsexperten. Dieser Detoxansatz ist daher zu begrüßen. Problematisch wird es, wenn übermäßig viel Fruktose reiches Obst wie Äpfel oder Birnen als Saft oder Smoothie getrunken wird, da die Gefahr einer Fruktosemalabsorption besteht. Zu hohe Fruktosemengen übersteigen die Kapazität der Fruktoseaufnahme im Darm. Die nicht resorbierte Fruktose führt zu Blähungen, Durchfall oder Krämpfen. Zu beachten ist das Risiko einer Nicht alkoholisch bedingten Fettleber (NAFLD) , die durch überhöhte Fruktoseresorption gefördert wird.

Zu 3.: Schaffung eines basischen Milieus

Übersäuerung hat im Zusammenhang mit dem Thema Detox einen hohen Stellenwertund soll vermieden werden. Eine basenüberschüssige Ernährung soll Säuren eliminier. Ein möglicher Ansatz ist das Basenfasten, bei dem überwiegend basisch wirkende Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Kartoffeln gegessen werden. Säureträger wie z.B. Fleisch, Fisch, Weißmehlprodukte, Zucker oder Alkohol werden nur in geringen Mengen verzehrt. Auch dieser Ansatz ist im Kontext einer gesunden Ernährung durchaus zu begrüßen. Beachtet werden sollte ein ausreichend hoher Eiweißkonsum vor allem mit pflanzlichen Eiweißlieferanten (Hülsenfrüchte, Nüsse).

Zu 4.: Verstärkung der Ausscheidungsfunktion von Darm, Haut und Nieren

In diesem Zusammenhang werden meist traditionelle Heilpflanzenpräparate, die bislang zur Stärkung der Darm- oder Nierenfunktion ausgelobt wurden, mit dem Schlagwort „Detox“ versehen. Im Bereich der Niere sind dies z.B. Birke, Brennnessel oder Löwenzahn. Der Begriff „entwässernd“ wird in diesem Zusammenhang häufig genannt. Er ist jedoch nicht korrekt, denn "Entwässerung" suggeriert die Ausscheidung überschüssiger Wasseransammlungen aus Körper wie z.B. von Ödemen. Eine solche Wirkung haben diese Pflanzen nicht. Treffender, auch im Kontext von Detox, ist die Anwendung „zur Durchspülung der ableitenden Harnwege“. Um die Ausscheidung unerwünschter Stoffe bzw. Säuren zu erhöhen, werden auch Basenbäder, basische Fußbäder und Strümpfe angeboten.

Auch Heilpilze wie z.B. Reishi, Hericium und Auricularia werden einzeln oder in Kombinationen zur Ausscheidung von Schadstoffen im Darm empfohlen und vermarktet.

In der Kosmetik werden Peelings, Masken und Mittel zur Hautreinigung mit dem Begriff Detox verbunden. Angeboten werden auch Pflaster, die, auf den Fußsohlen angebracht, über Nacht Schadstoffe bzw. Säuren ausleiten sollen.

Zu 5.: Unterstützung der Leber in ihrer Entgiftungsleistung

Auch hier werden bewährte Heilpflanzen, die eine Tradition als stärkend für die Leberfunktion haben wie Artischocken- oder Mariendistelpräparate mit dem Slogan „Detoxmittel“ vermarktet.

Mariendistel-Früchte und ihre Zubereitungen sind anerkannte pflanzliche Arzneimittel „zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten*) Leberschäden.“ Diese Aussagen gelten für Mariendistelprodukte, die den Status "Arzneimittel" besitzen und nach ESCOP (European Scientific Cooperative on  Phytotherapy) monografiert sind. Beim Zusatz von Mariendistelfrüchten in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln ist keine Standardisierung der Wirkstoffe wie bei Arzneimittel vorgeschrieben. Menge und Zusammensetzung der Wirkstoffe können demnach unterhalb der arzneilich wirksamen Dosierung bleiben und/oder in der Wirkstoffzusammensetzung abweichen. Gleiches gilt für Artischockenblätter und ihre Zubereitungen. Dies sollte beachtet werden.

* Anm.d.Red.

Zu 6.: Fastenkuren mit und ohne spezielle Detox-Produkte

Fastenkuren haben in der Naturheilkunde einen hohen Stellenwert und sind nach Professor Michalsen, Lehrstuhlinhaber für Naturheilverfahren an der Berliner Charité, durch die intensive Anregung der Selbstheilungskräfte so wirksam wie eine „Operation ohne Messer“. Er begründet dies mit dem Phänomen der "Autophagie".

„Autophagie“ lässt sich in einem weiteren Sinne als „Entgiftung der Zelle“ beschreiben. Bei reduzierter Nahrungsaufnahme werden beschädigte und fehlerhafte Zellbestandteile abgebaut. Mit diesem Wirkprinzip lassen sich die von Fastenärzten immer wieder dokumentierten Heilungsprozesse nach Fastenkuren erklären.
Detoxkuren sind häufig nichts anderes als modifizierte Fastenkuren, bei denen spezielle Detoxprodukte aus den oben beschriebenen Ansatzpunkten zu Anwendung kommen.
Die positiven Effekte einer Fastenkur lassen sich auch mit bewährten Fastenansätzen z.B. Fasten nach Buchinger erreichen. Inwieweit spezielle Detoxprodukte die Wirkungen verstärken, ist wissenschaftlich nicht belegt.  

Rechtliche Einstufung der Kennzeichnung „Detox“

Gesundheitsbezogene Aussagen zu Lebensmitteln dürfen nur dann auf einem Produkt oder in unmittelbarem Zusammenhang damit erscheinen, wenn sie wissenschaftlich geprüft wurden und ihnen ein „Health Claim“ (Gesundheitsbezogene Aussage) zuerkannt wurde. Die erlaubten „Health Claims“ sind in einer Positivliste der entsprechenden EU-Verordnung aufgelistet. Nach Rechtsprechung des Düsseldorfer Landgerichts wurde der Begriff „Detox“ auf einem Kräutertee als unzulässige auf die Gesundheit bezogene Aussage eingestuft. Auch nach Auffassung des Bundesgerichtshofs stellt die Bezeichnung „Detox“ eindeutig eine gesundheitsbezogene Angabe gemäß Health Claims-Verordnung dar.
Aus diesem Grund darf der Begriff „Detox“ auf Lebensmittel nicht verwendet werden. Viele Hersteller verwenden seit dieser Rechtsprechung Detox-ähnliche Begriffe wie z.B. „Freetox“, „minus-tox“, „anti-tox“ und andere Bezeichnungen.
Für Medizinprodukte, deren Wirkung auf einem „physikalischen Effekt“ beruht, ist die Bezeichnung „Detox“ dagegen rechtlich erlaubt. Ein solch physikalischer Effekt ist die Adsorption von Stoffen aufgrund einer hohen Oberfläche, wie z.B. bei Produkten, die als Hauptzutat Heilerde oder Zeolith enthalten.
In der nachstehenden Tabelle sind Beispiele für Detoxprodukte in verschiedenen rechtlich definierten Produktkategorien aufgegführt:

Produktkategorie/
rechtlicher Status
Beispiele
Arzneimittel (pflanzlich)Artischocke, Brennnessel, Löwenzahn, Mariendistel
DiätenBasische Ernährung, Brühen, Säfte
KosmetikaCremes, Masken, Peelings
LebensmittelAlgen (Chlorella, Spirulina), "Black-Detox", Chiasamen, Flohsamen, Säfte, Smoothies (grün)
MedizinprodukteHeilerde, Zeolith, Aktivkohle
NahrungsergänzungsmittelHeilpilze, Inulin, Mineralstoffe, Pflanzenextrakte, Vitamine
SonstigePflaster, Einlegesohlen, Schwämme

Quelle: modifiziert nach: Clausen, A., Röchter, S.: Detox-Trend  Ernährungs-Umschau 05/2019 


Vor- und Nachteile des Detoxtrends und von Detoxprodukten

Insgesamt ist der Detoxtrend wissenschaftlich äußerst umstritten. Verbraucherorganisationen stellen immer wieder heraus, dass der menschliche Organismus selbst optimale Entgiftungsfunktionen besitzt und es keine „Schlacken“ gibt, die entfernt werden müssten. 

Vorteile

Einige Ansatzpunkte von Detox sind im Sinne einer gesunden Ernährung und der Prävention von Krankheiten zu begrüßen. Dazu zählen:
Die vermehrte Aufnahme von Gemüse und Obst auch in Form von Säften und Smoothies. Hier sollte allerdings auf die Menge geachtet werden. Ein Glas Saft und/oder ein Smoothie von ca. 250 ml sind zu empfehlen. Von größere Mengen insbesondere von Fruchtsäften/-smoothies ist aufgrund des hohen Zuckergehaltes abzuraten.
Auch die Betonung von basisch wirkenden Lebensmitteln, gekoppelt mit dem geringen Verzehr von Säurelieferanten, ist positiv zu bewerten.
Begrüßenswert ist zudem die Durchführung einer oder maximal zweier Fastenkuren pro Jahr. Das Fasten ist eine naturheilkundlich bewährte Maßnahme für Körper, Seele und Geist. Die Verwendung spezieller Detoxprodukte beim Fasten ist nicht zwingend notwendig.

Nachteile und wichtige Hinweise

Detoxprodukte werden häufig mit wissenschaftlich nicht belegten Aussagen beworben. Zum Teil werden herkömmliche Zutaten in Lebensmitteln mit dem Hinweis auf eine Entgiftungswirkung überteuert verkauft.

Adsorptiv wirkende Produkte wie Heilerde oder Zeolith haben bei bestimmten Darmerkrankungen bzw. im Rahmen einer ärztlich indizierten Entgiftungstherapie ihre Berechtigung. Wichtig ist die Beachtung von Qualitätsrichtlinien, insbesondere die Freiheit von Schadstoffen. Dies gilt auch für die Mikroalgen Chlorella und Spirulina.

Zu beachten sind auch Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten.
Der Einsatz von Aktivkohle  als Zusatz von Lebensmitteln ("Black Detox") ist unsinnig. In geringen Mengen wird kein Schaden angerichtet. Werden solche Produkte jedoch über einen längeren Zeitraum und in Dosierungen von über 1 g/Tag verzehrt, ist mit Wechselwirkungen zu rechnen: Die Aufnahme wichtiger Nährstoffe und/oder Arzneimittel kann verhindert, vermindert oder verzögert werden.

Heilpflanzen, die Darm, Haut, Leber und Nieren in ihren Entgiftungs- und Ausscheidungsfunktionen unterstützen, sind bei den für sie vorgesehenen Indikationen angezeigt. Auf die Arzneiqualität sollte geachtet werden. Verwendet man solche Produkte, sollte man auf hochwertige Qualität achten, Überdosierungen vermeiden und sich zur Wirkweise sowie zu eventuellen Neben- und Wechselwirkungen informieren.
Detoxprodukte, die zweifelhafte Wirkungen versprechen wie z.B. Fußpflaster, die "den Körper über Nacht entgiften", sollten kritisch hinterfragt werden. 

Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin sollten möglichst vermieden werden. Lebensmittel aus ökologischem Landbau helfen die Umwelt zu schonen und die Schadstoffaufnahme zu minimieren. Dies sind wichtige Aspekte, die bei der Abwägung um Sinn oder Unsinn einer aktiven Entgiftung mit Hilfe spezieller Detoxanwendungen häufig zu kurz kommen. 

Literatur


→  Alkohol, Artischocke, Brennnessel, Chlorella, Fasten, Löwenzahn, Mariendistel, Monografie, Spirulina, Zeolith