Mangold

Mangold wurde bereits vor 4000 Jahren im östlichen Mittelmeerraum kultiviert, später von Spinat verdrängt und erlebt heute eine Renaissance. Unterschieden werden Blatt- und Stielmangold.

Botanischer Name, Herkunft und andere Bezeichnungen

Botanischer NameBeta vulgaris (Gänsefußgewächse)
Verwandt mit Rote Bete, Futter- und Zuckerrübe*
Andere BezeichnungenKrautstiel (Schweiz)
HeimatÖstlicher Mittelmeerraum
AnbauländerFrankreich, Italien, Schweiz, Spanien, Polen

*Der Mangold zählt wie die Rote Bete zu den "Kulturrüben", die botanisch alle unter dem gleichen Namen zusammengefasst werden.

Anbau von Mangold

Im Gewächshaus wird Mangold ab März geerntet. Blattmangold aus Freilandanbau ist ab Juni verfügbar. Mangold „verträgt“ sich beim Anbau gut mit Hülsenfrüchten, Kohl, Rettich und Radieschen, nicht jedoch mit Spinat.

Inhaltsstoffe von 100 g Mangold (roh) pro 100g

Wasser92,2 gEiweiß2,13 g
Fett0,34 gVerfügbare Kohlenhydrate0,69 g
Energie14 kcal = 58 kJBallaststoffe4,4 g
Mineralstoffegesamt: 1,68 gvor allem: Kalium 376 mg, Calcium 103 mg Eisen 2,7 mg

Vitaminevor allem: Vit. C 39 mg Folsäure 30 µg Vit. K 414 µg

Quelle: Souci-Fachmann-Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwerttabellen; medpharm 6. Aufl.

Besonderheit von Mangold

Der Mangoldstiel (Blattrippe) ist unterschiedlich gefärbt. Es gibt weiße, gelbe und rote Varianten. In der Mangoldwurzel ist reichlich Zucker (Saccharose) enthalten. Hier zeigt sich die Verwandtschaft zur Zuckerrübe. 

Zubereitung

Blattmangold kann ähnlich wie Spinat zubereitet werden. Rippenmangold zeichnet sich durch eine stark ausgebildete weiße Blattrippe aus. Diese kann wie Spargel zubereitet werden.

Bedeutung für die menschliche Ernährung

Mangold hat, wie andere Kohlarten, eine hohe Dichte essenzieller Nährstoffe. Bemerkenswert ist der hohe Vitamin C Gehalt.

Zudem enthält Mangold nennenswerte Mengen an Vitamin K, was bei Menschen berücksichtigt werden muss, die Blutgerinnungshemmer vom Typ Marcumar einnehmen. 
Zu beachten ist auch der Gehalt an Oxalsäure. Oxalsäure ist ein Risikofaktor für die Bildung von Calcium-Oxalat-Nierensteinen. Oxalsäure bindet Calcium bereits im Magen, sodass es zur Bildung von nicht löslichem Calcium-Oxalat kommt. Mangold zählt zu den Lebensmitteln, die ein Oxalat-Calcium-Verhältnis von über 2 haben. Sie enthalten viel Oxalsäure und binden gleichzeitig das in ihnen enthaltene Calcium. Solche Lebensmittel erhöhen zum einen den Blutspiegel an Oxalsäure, zum anderen wird das Calcium an Oxalsäure gebunden und kann deshalb nicht aufgenommen werden. Obwohl Mangold über 100 mg Calcium/100 g enthält, kann er daher nicht als relevanter Calciumlieferant betrachtet werden.
Mangold zählt mit 1000 – 4000 mg/kg zu den Gemüsesorten, die reich an Nitrat sind. Die Nitratproblematik ist besonders für Säuglinge und Kleinkinder zu beachten (ausführliche Erläuterungen: siehe unter Spinat). Allerdings spielt Mangold beim Verzehr als Gemüsebrei für Kleinkinder im Gegensatz zu Spinat keine große Rolle.

Literatur 

→ Gemüse, Kalium, Nitrat, Oxalsäure, Vitamin C, Vitamin K, Spinat